Mi, 15. August 2018

Neue Studie:

21.08.2017 15:58

Naturschützer warnenvor "Infarkt" unserer Flüsse

Die Verbauung der freien Landschaft lässt Natur- und Umweltschützer Alarm schlagen. Zwar hat in Südösterreich die Fläche von Fließgewässern in den letzten Jahren zugenommen. Weil aber Wiesen, Äcker, Auwälder rund um Flüsse verschwinden, werden große Gefahren durch Hochwasser und für die Ökologie befürchtet.

Seit den Fünfzigerjahren werden pro Tag zwei Hektar Wiesen, Äcker und Auwälder in Österreich verbaut. "Dadurch ist die Hochwassergefahr dramatisch gestiegen. Natürliche Überschwemmungsflächen sind unter Beton und Asphalt verschwunden", warnt Gerhard Egger vom WWF. Ein Problem, das zum Beispiel im Osten von Klagenfurt jedes Jahr zu Problemen führe. Von Hochwasser betroffene Anrainer kritisieren seit Jahren, dass das Wasser durch die neue Verbauung entlang der Sattnitz keinen Platz zum Abrinnen habe.

Untermauert wird das durch die Studienergebnisse der Naturschützer, die die Flächennutzung rund um die größten Flüsse analysiert haben - darunter auch die Drau, Gail, Glan, Gurk, Isel und die Möll. Jetzt wurden die Ergebnisse veröffentlicht. Brisant: Nicht nur die Auswirkungen, auch die Häufigkeit der Hochwasser werde durch den Klimawandel stark zunehmen. Bei einer Erderwärmung von zwei Grad um 450 Prozent, bei vier Grad sogar um 1300 Prozent. Egger: "Es muss dringend mit der Vorsorge gegen Katastrophen begonnen werden!" Die Verbauung rund um die Flüsse gefährde zudem Arten wie den Huchen, Flussuferläufer und Amphibien, deren Lebensräume immer knapper werden.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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