16.08.2017 12:01 |

"VP-FP-Schandtaten"

Silberstein: Kern-Sohn rückt zur Verteidigung aus

Die Verhaftung des SPÖ-Beraters Tal Silberstein in Israel sorgt für helle Aufregung in der heimischen "Twitteria". Während sich viele Kommentatoren auf die Kanzlerpartei und ihren dubiosen PR-Spezialisten einschießen, hält Niko Kern, Sohn des Bundeskanzlers, mit den "Schandtaten" der schwarz-blauen Regierung unter Wolfgang Schüssel dagegen.

Niko Kern nimmt die SPÖ auf Twitter in Schutz. Seiner Meinung nach brauche man sich nicht über die Machenschaften des SPÖ-Beraters Silberstein echauffieren, weil auch ab 2000 zur Zeit der schwarz-blauen Regierung unter Kanzler Schüssel nicht Wahlkampfberater, sondern Minister und Parteifunktionäre mit korrupten Machenschaften aufgefallen seien.

Kern Juniors "Schandtaten"-Tweet zog weite Kreise und wurde von zahlreichen Twitter-Kommentatoren aufgegriffen. Ihr Vorwurf: Der Hinweis, dass auch andere Dreck am Stecken hätten, mache die Affäre Silberstein auch nicht besser.

Dass die Causa Silberstein die Twitter-Kommentatoren noch eine Weile in Atem halten wird, ist wahrscheinlich: Die Behörden in Tel Aviv hatten zuletzt die Haft für Silberstein bis Freitag verlängert.

Dem Kommunikationsberater werden unter anderem Geldwäsche und Betrug vorgeworfen. Nach seiner Verhaftung beendete die SPÖ zwar die Zusammenarbeit mit ihm, eine offizielle Stellungnahme aus dem Kanzleramt lässt aber bislang auf sich warten. Polit-Beobachter sehen in Silbersteins Verhaftung zwei Monate vor der Wahl einen politischen Super-GAU für die Kanzlerpartei.

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