Sa, 23. März 2019
20.02.2017 17:18

Baumafia-Skandal

Wiener Wohnen: Ermittlungen gegen 32 Mitarbeiter

Der Skandal um das korrupte Handwerkerkartell, das unter anderem mit verrechneten, aber nicht erbrachten Leistungen Millionen verdient haben soll, hat eine neue Dimension erreicht. Galt Wiener Wohnen bislang als Opfer des Syndikats, wurde nun bekannt: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 32 Mitarbeiter der Stadt Wien!

Die Liste der Verfehlungen ist lange: Steuerhinterziehung, Preisabsprache, Kartellbildung, Betrug und Korruption. Gemeinsam mit seiner Mutter soll ein Bauherr ein ganzes Netz aus Kleinfirmen erschaffen haben, das bei vielen Großprojekten der Stadt Wien mitnaschte. Bis im November 2016 - wie berichtet - Schluss mit dem grenzenlosen "Geldverdienen" war: 150 Beamte der Polizei und Finanzfahndung schlugen in Wien und Umgebung gleichzeitig zu, es kam zu rund 40 Hausdurchsuchungen in Wohnungen und Firmen.

"Kein Platz für Korruption oder Bestechlichkeit"
Wiener Wohnen sagte stets Kooperation zu, jetzt die Ohrfeige für Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ): Gegen 32 seiner Mitarbeiter wird ermittelt. Vertragsbedienstete wurden innerhalb des Magistrats einer anderen Dienststelle zugeteilt, Beamte suspendiert. Wiener-Wohnen-Direktor Josef Neumayer: "In unserem Unternehmen gibt es keinen Platz für Korruption oder Bestechlichkeit." Wobei es derzeit 32 Argumente gegen diese Aussage gibt.

Aufgeflogen sind die Mitarbeiter der Stadt durch Listen, die bei den Hausdurchsuchungen gefunden wurden. Aus Justizkreisen ist zu hören: Alle Leistungen - selbst kleine Geschenke - wurden darin vermerkt.

Michael Pommer und Christoph Budin, Kronen Zeitung

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Treffen in Amsterdam
CL-Reform: Kommt jetzt doch die Super League?
Fußball International
Hit im Amsterdam
DFB freut sich auf „heißes Duell“ gegen Oranje
Fußball International
Teenager unter Opfern
Drei Fußgänger von Auto erfasst - schwer verletzt
Niederösterreich
Mit krone.at gewinnen
„Hellboy“: Zwei Fäuste für ein Hallelujah
Pop-Kultur
Empfängerin (86) starb
Kärntner war kurz vor Blutspende in Uganda
Kärnten
Vor fast 18 Jahren
Israel - Österreich: Orangen, Steine und Ohrfeigen
Fußball National

Newsletter