Unwetter in Afritz

Wachsoldaten gegen Einbrecher und Plünderer

Kärnten
06.09.2016 16:59

Ab Mittwoch werden acht Soldaten des Bundesheeres in der Nacht in Afritz Wache schieben. Sie sollen das Gerät der Pioniere bewachen, so ihr offizieller Auftrag. Das wird jene beruhigen, die sich ob ihrer nicht mehr bewohnbaren Häuser vor Einbrechern und Plünderern sorgen. Die Aufräumarbeiten gehen indessen weiter.

"Das Bundesheer darf keine Aufgaben der Polizei übernehmen. Es darf aber auf seine Sachen aufpassen. Das werden jetzt acht Wachsoldaten jede Nacht tun", schmunzelt der Afritzer Bürgermeister Max Linder über den Trick, mit dem man auf die Sorgen der Bevölkerung eingehen will. "Viele haben Angst vor Plünderungen. Ihre Häuser stehen ja leer."
Unterdessen laufen unzählige große und kleine Hilfsmaßnahmen für die leidgeprüfte Gegendtaler Gemeinde an. In der Sitzung der Kärntner Landesregierung wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um privaten Muren-Opfern und der Gemeinde zu helfen.

Katastrophenfonds, Nothilfswerk, Aufhebung von Kreditsperren, die Inventur leerer Genossenschaftwohnungen in der Umgebung oder AK-Soforthilfe sind ein kleiner Auszug. Dazu kommen private Spendensammlungen sowie Hilfsangebote privater Betriebe wie Lagerhaus Radenthein, Hotel "Brennseehof" oder Südpark Klagenfurt und evangelische Kirche.

Bürgermeister Max Linder will jedenfalls möglichst rasch ein Komitee zusammenstellen, das alle Spenden verwaltet und von einem Notar geleitet wird. Linder: "Bei der Spendenvergabe muss es absolute Transparenz geben."

Damit nicht noch eine verhängnisvolle Fehlentscheidung der Wildbachverbauer möglich ist, will Landesrat Rolf Holub "die Wildbach" (derzeit beim Bund) und die beim Land angesiedelte Abteilung "Schutzwasser" zusammenlegen. Holub: "Eine Task Force muss her!"

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