Das Land plant für Mädchen, die am Salzburger Hauptbahnhof mit Drogen gefügig gemacht werden, eigene Schutzwohnungen. Die Problematik spitzte sich in den letzten Jahren immer mehr zu. Landesrat Wolfgang Fürweger von der FPÖ kritisiert jetzt die Salzburger Exekutive.
„Ich hatte in der Sache mit dem Innenminister mehr Kontakt als mit dem Salzburger Polizeidirektor“, kritisiert Landesrat Wolfgang Fürweger (FPÖ) die heimische Exekutive, die ihn wissen ließ, keine Zurufe von der Seite haben zu wollen.
In anderen Städten ziehen alle an einem Strang. Das ist auch die Polizei mit an Bord.
Landesrat Wolfgang Fürweger (FPÖ)
Dabei brauchen junge, oft minderjährige Mädchen, die am Salzburger Hauptbahnhof in die Abwärtsspirale geraten, dringend Hilfe. Sie werden mit Drogen für sexuelle und hauswirtschaftliche Dienste gefügig gemacht. Die Problematik verschärfte sich in den letzten Jahren in bedenklichem Tempo.
Eine großteils arabischstämmigen Community würde die Opfer dann als Sex- und Haussklavinnen halten, heißt es. Die Clan-Kriminalität ist in verschiedenen Städten bekannt, so Salzburgs Jugendpsychiaterin Belinda Plattner. „Die Community ist der Meinung, dass die Opfer minderwertig sind und man sie benutzen darf“, ergänzt Fürweger.
Ähnliche Probleme gibt es in Nürnberg. „Dort ziehen alle an einem Strang. Die Polizei ist mit an Bord“, so Fürweger. Es wurde auch eine eigene Sondereinheit gegründet. Es kam in zwei Monaten zu zwölf Festnahmen. Auch aus Innsbruck gibt es ähnliche Berichte. Fürweger: „Wenn eine 13-Jährige mit einem Mann in eine Wohnung geht, ist das nicht automatisch privat.“
Jetzt plant das Land eigene Schutzwohnungen. Die Mädchen sollen dort auch Schutz finden, wenn sie gerade unter Drogeneinfluss stehen. 2027 soll die Stelle im Bahnhofsgebiet in Betrieb gehen. Im Doppelbudget 2027/2028 sind rund zwei Millionen Euro vorgesehen.
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