Di, 21. August 2018

Ö auf Rang 36

04.09.2014 16:45

Das sind die mächtigsten Armeen der Welt

Der "Global Firepower Index" liefert tiefe Einblicke in die mächtigsten Armeen der Welt. Anhand von Kriterien wie Armeestärke und militärischer Ausrüstung werden dabei die Streitkräfte von insgesamt 106 Staaten verglichen. Wenig überraschend die drei Top-Platzierungen für die USA, Russland und China. In Europa trumpfen die Briten auf Platz 5 noch vor den Franzosen und den Deutschen mit der mächtigsten Armee auf. Österreichs Bundesheer belegt - durchaus überraschend - Rang 36.

Wenig überraschend ist, dass die US-Armee Platz eins im "Global Firepower Index" belegt. Mit rund 8.300 Panzern, knapp 14.000 Flugzeugen (davon mehr als 2.200 Kampfjets) und einem Militärbudget von mehr als 600 Milliarden Dollar stellen die US-Amerikaner die mit Abstand schlagkräftigste Armee der Welt.

Allein aufgrund von rund 2,3 Millionen aktiven Soldaten landet China unterdessen auf Platz drei - die USA zählen "nur" 1,4 Millionen aktive Militärs. Doch auch die Ausrüstung des kommunistischen Staates beeindruckt: Rund 10.000 Panzer und mehr als 500 Schiffe stehen den Chinesen zur Verfügung.

Bei den Flugzeugen, die einen entscheidenden Faktor für die Platzierung der Länder darstellen, liegt China mit knapp 2.800 Maschinen (rund 1.100 Kampfflugzeuge) weit abgeschlagen hinter den USA mit ihren fast 14.000 Fliegern. Und auch die Nummer zwei weltweit, Russland, nennt lediglich 3.000 Flugzeuge sein Eigen (rund 730 Kampfjets).

Russland mit 15.500 Panzern weltweit größte Landmacht
Tatsächlich ist Russland aber mit rund 15.500 Panzern noch vor den USA und China die größte Landmacht der Welt. Mit einer lediglich knapp 700.000 Mann starken aktiven Truppe liegen die Russen personaltechnisch jedoch weit hinter den Chinesen und den USA. Beim Militärbudget spielen sowohl Russland (76 Milliarden US-Dollar) als auch China (126 Milliarden) indes nicht in derselben Liga wie Spitzenreiter USA mit 600 Militär-Milliarden.

Platz fünf und damit den Spitzenplatz in Europa belegt die britische Armee. Bonus für den Inselstaat sind dabei seine Ölreserven - die wichtigste Ressource für den Einsatz von Militärfahrzeugen. Frankreichs und Deutschlands Armeen folgen auf den Rängen sechs und sieben. Als nächstes europäisches Land muss sich Italien mit Rang zwölf begnügen, gefolgt von Polen auf Rang 18.

Österreich mit nur 15 Kampfjets auf Rang 36
Unsere Schweizer Nachbarn belegen schließlich Rang 27, Österreichs Armee landet auf dem 36. Rang - nur eine Platzierung schlechter als die Streitkräfte des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Un. Die Zahl der aktiven Militärs in der Alpenrepublik liegt laut dem Index bei knapp 30.000 Soldaten. Zudem verfügt Österreich demnach über 162 Panzer und 93 Militärflugzeuge (davon sind jedoch lediglich 15 Kampfjets).

Anzumerken ist, dass die Angaben über Ausrüstung und Mannschaftsstärke des Bundesheeres zwar in Summe korrekt sind, die Höhe des Wehrbudgets schätzten die Analysten aber mit 3,2 Milliarden US-Dollar um etwa 50 Prozent deutlich zu hoch ein. Im Verteidigungsministerium ist man vom Ranking jedenfalls positiv überrascht, allerdings sagt ein Reformer gegenüber der "Krone": "Würde auch die Zahl der Generäle gewertet, wären wir unter den Top Five."

Im Vergleich zu Österreich verfügt Nordkorea auf Rang 35 über 690.000 aktive Soldaten, 6.000 Panzer und rund 940 Militärflugzeuge (knapp die Hälfte davon sind Kampfjets) - aber über sehr wenig Ölreserven zum Betrieb der Fahrzeuge. Wohl auch deshalb bescheren Diktator Kim seine knapp 1.000 Kriegsschiffe - und somit Platz eins im Seeflotten-Ranking - keine bessere Platzierung in dem Index. Spitzenreiter ist Nordkorea auch bei den U-Booten: Stolze 78 besitzt das stalinistische Regime - und somit mehr als die USA (72), Russland (62) und China (69).

Rund 50 Faktoren berücksichtigt
Bemessen wurden die insgesamt 106 in dem Index verglichenen Armeen anhand von mehr als 50 Faktoren. Das erlaube auch kleineren, technologisch fortgeschrittenen Nationen mit größeren, technologisch weniger entwickelten in den Wettbewerb zu treten, heißt es auf der Website des Index - der neben offiziellen Angaben der Länder unter anderem auch auf Geheimdienstinformationen zurückgreift.

Positiv- und Negativ-Werte bei den einzelnen Faktoren beeinflussen den Index. So wurde etwa das Nuklearwaffen-Potenzial nicht berücksichtigt. Auch die Anzahl an verfügbaren Waffen ist nicht ausschlaggebend für die Positionierung. Zudem beeinflussen geografische Faktoren sowie die Produktion und Nutzung von natürlichen Ressourcen das Ranking. Staaten wie Österreich, die über keinen direkten Zugang zum Meer verfügen, werden dafür keine Punkte abgezogen. Umgekehrt verlieren Länder mit Meereszugang für die begrenzte Stärke ihrer Flotten sehr wohl Punkte bei der Bewertung.

Das Ranking im Überblick:

  1. USA
  2. Russland
  3. China
  4. Indien
  5. Großbritannien
  6. Frankreich
  7. Deutschland
  8. Türkei
  9. Südkorea
  10. Japan
  11. Israel
  12. Italien
  13. Ägypten
  14. Brasilien
  15. Pakistan
  16. Kanada
  17. Taiwan
  18. Polen
  19. Indonesien
  20. Australien
  21. Ukraine
  22. Iran
  23. Vietnam
  24. Thailand
  25. Saudi Arabien
  26. Syrien
  27. Schweiz
  28. Spanien
  29. Schweden
  30. Tschechien
  31. Algerien
  32. Niederlande
  33. Mexiko
  34. Belgien
  35. Nordkorea
  36. Österreich
  37. Philippinen
  38. Malaysia
  39. Norwegen
  40. Äthiopien
  41. Südafrika
  42. Vereinigte Arabische Emirate
  43. Dänemark
  44. Singapur
  45. Jemen
  46. Kroatien
  47. Nigeria
  48. Usbekistan
  49. Finnland
  50. Aserbaidschan
  51. Rumänien
  52. Weißrussland
  53. Portugal
  54. Kolumbien
  55. Argentinien
  56. Bangladesch
  57. Griechenland
  58. Chile
  59. Peru
  60. Serbien
  61. Ungarn
  62. Venezuela
  63. Kenia
  64. Georgien
  65. Marokko
  66. Tunesien
  67. Jordanien
  68. Irak
  69. Oman
  70. Bulgarien
  71. Slowakei
  72. Mongolei
  73. Angola
  74. Kuwait
  75. Ecuador
  76. Afghanistan
  77. Nepal
  78. Libyen
  79. Sudan
  80. Kasachstan
  81. Bahrain
  82. Katar
  83. Libanon
  84. Kambodscha
  85. Neuseeland
  86. Sri Lanka
  87. Demokratische Republik Kongo
  88. Uganda
  89. Paraguay
  90. Südsudan
  91. Bolivien
  92. Nicaragua
  93. Ghana
  94. Slowenien
  95. Zimbawe
  96. Estland
  97. Kamerun
  98. Panama
  99. Sambia
  100. Somalia
  101. Uruguay
  102. Laos
  103. Litauen
  104. Mosambik
  105. Madagaskar
  106. Tansania

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