Gegen Personalmangel

400 Millionen Euro für Beschäftigungs-Programm

Oberösterreich
14.04.2026 14:45

Ein ganzes Paket an Job-Maßnahmen soll in Oberösterreich den wieder drohenden Mangel an Fachkräften lindern und die Arbeitslosigkeit senken. Die Schwerpunkte liegen dabei heuer auf betrieblicher Qualifizierung und der Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit – letztere erweist sich allerdings als schwierig.

Trotz der Konjunkturflaute der vergangenen Jahre ist der oberösterreichische Arbeitsmarkt halbwegs stabil – die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei 5,5 Prozent, im Vergleich zu den bundesweiten 7,5 Prozent. Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) sieht vor allem eine Herausforderung: „Die Rezession hat überlagert, was in Zukunft auf uns zukommen wird – nämlich der Fachkräftemangel.“

Achleitner und AMS-OÖ--Chefin Iris Schmidt präsentierten am Dienstag das heurige Job-Programm: Knapp 400 Millionen Euro werden 2026 in Beschäftigungsmaßnahmen investiert. Je 170 Millionen Euro davon kommen von Land und AMS Oberösterreich, den Rest steuert das Sozialministeriumsservice bei. Das entspricht in Summe einer Budgetsteigerung von sieben Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.

Betriebliche Qualifizierung
„47 Prozent der Arbeitssuchenden verfügen maximal über einen Pflichtschulabschluss“, sagt AMS-Landesgeschäftsführerin Iris Schmidt. Einer der Schwerpunkte des Programms seien daher Qualifizierungsmaßnahmen, die möglichst unternehmensnah stattfinden sollen. Denn, so Schmidt: „Es ist uns wichtig, dass wir nicht am Markt vorbei qualifizieren.“

Langzeitarbeitslosigkeit steigt trotz Gegenmaßnahmen
Auch verstärkte Anstrengungen gegen Langzeitarbeitslosigkeit sind Teil des Maßnahmenpakets, etwa das Job-Restart-Programm. Dabei werden die Lohnkosten von Langzeitarbeitslosen in den ersten sechs Monaten ihrer Wiedereinstellung in öffentlichen Einrichtungen gefördert. Im Vorjahr förderte das AMS OÖ insgesamt 979 Menschen aus der Gruppe der Langzeitbeschäftigungslosen, 174 davon in eben jenem Job-Restart-Programm. 80 Prozent der insgesamt geförderten Personen fanden danach einen regulären Arbeitsplatz.

Trotz Maßnahmen wie dieser galoppiert die Langzeitarbeitslosigkeit derzeit aber davon: Sie stieg zuletzt um ein Fünftel auf mehr als 11.000 Oberösterreicher an. Schmidt erklärt das mit der aktuellen „wirtschaftlichen Dynamik“. Zu Zeiten der Hochkonjunktur habe Oberösterreich noch einen sehr niedrigen Wert an Langzeitarbeitslosen gehabt – das sind Menschen, die bereits länger als ein Jahr auf Jobsuche sind. Zudem verfügen, so Schmidt, die Hälfte der Langzeitbeschäftigungslosen über höchstens einen Pflichtschulabschluss und rund ein Viertel hat starke gesundheitliche Einschränkungen – „das macht es auch mit allen Maßnahmen herausfordernd“, sagt die AMS-Chefin.

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