Der islamische Verein Alif stellte in Freistadt den Entwurf für ein neues Gebetshaus vor, das ab 2028 gebaut werden soll. Sowohl die Größe des Gebäudes, die orientalischen Elemente als auch die Finanzierung sorgen für Skepsis bei einigen Politikern der Bezirksstadt.
Viel spekuliert wurde zuletzt in Freistadt über die Pläne für eine neue Moschee. Nun stellte der Verein Alif das Projekt der Öffentlichkeit vor. Ab 2028 soll auf dem derzeitigen Gelände des Gebetshauses ein neues, vierstöckiges Gebäude errichtet werden. Da eine Änderung der Widmung nicht notwendig ist, kann die Stadt nur eingeschränkt Einfluss nehmen.
Gebäude zu wuchtig?
„Der Ortsbildbeirat des Landes muss unbedingt einbezogen werden. Das Gebäude fällt viel zu wuchtig aus. Außerdem darf das Einfahrtstor zur Stadt nicht so orientalisch aussehen, selbst wenn kein Minarett geplant ist“, meint Stadtrat Rainer Widmann von der Bürgerliste WIFF. Zudem weist er auf einen möglichen Parkplatz-Engpass hin – 40 Stellmöglichkeiten im Keller und 20 vor der Moschee seien zu wenig. „Am liebsten wäre mir der Bau auf einem anderen Grundstück“, so Widmann, der mit einer Anfrage an SP-Stadtchef Christian Gratzl die Moscheen-Debatte entfachte.
Die Frage der Finanzierung ist für FP-Stadtrat Harald Schuh ein weiterer heikler Aspekt: „Es heißt, das Geld komme aus dem Ausland von europäischen Freunden. Auch wenn der Architekt sich sehr bemüht hat, die Designelemente nicht zu orientalisch wirken zu lassen, besteht die Gefahr einer Signalwirkung.“ Das größte Problem sehe er aber nicht in der Architektur, sondern in der Integration: „Gäbe es keine Probleme, wäre die Skepsis in der Bevölkerung viel geringer.“
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