Mit der neunstündigen Performance „Pfingstfestspiel“ begibt sich Florentina Holzinger am 23. Mai in Wien und Prinzendorf (NÖ) auf die blutigen Spuren von Hermann Nitsch.
Es ist eine künstlerische Begegnung, die definitiv Aufsehen erregen wird: wenn die österreichische Performance-Künstlerin Florentina Holzinger auf das Werk des 2022 verstorbenen Aktionisten Hermann Nitsch trifft.
Gemeinsam mit den Wiener Festwochen wird sie am Pfingstwochenende eine neunstündige Performance zwischen Wien und Prinzendorf realisieren – als Satellitenveranstaltung für Holzingers Beitrag zur Kunst-Biennale in Venedig.
Sakrale Rituale und Symbole
„Für mich wird ein Traum wahr“, kommentierte die 40-Jährige das Projekt beim Pressegespräch. Sie hat Hermann Nitsch nie persönlich getroffen, sieht aber viele inhaltliche Anknüpfungspunkte, beschäftigen sich beide in ihrer sehr körperlichen Kunst mit sakralen Ritualen und Symbolen.
Das „Pfingstfestspiel“ am 23. Mai, das Holzinger als Etüde bezeichnet, beginnt mit einem Prolog im Wiener Eislaufverein als „Oratorium für Körper und Maschinen“. Danach geht es für die 700 Teilnehmer per Bus ins Schloss Prinzendorf, wo Nitsch über Jahrzehnte sein Orgien Mysterien Theater entwickelte. Details will Holzinger nicht verraten, doch: „Das Werk von Nitsch wird eine Rolle spielen.“
Provokative Performance
Das allein verspricht eine jedenfalls radikale wie provokative Performance, die für Nitschs Witwe Rita den Auftakt für die Öffnung des Schlosses als Theaterort bildet.
Das „Pfingstfestspiel“ ist längst ausverkauft. Wer Holzingers Arbeit sehen will, muss also nach Venedig reisen. Dort wird ihr Beitrag zur Kunst-Biennale im Österreich-Pavillon am 9. Mai eröffnet.
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