Doppel-Budget 2027/28

Wo das Land beim Sparkurs Schwerpunkte setzen will

Niederösterreich
12.03.2026 09:00

Im Rahmen der Präsentation der Schwerpunkte der Regierungsklausur auf Schloss Wolkersdorf im Weinviertel verkündeten Landeshauptfrau Mikl Leitner und Vize Udo Landbauer nähere Details der laufenden Gespräche. Die Beschlussfassung des Doppelbudgets 2027/2028 wird in der Landtagssitzung am 2. Juli erfolgen. 

„Der Spardruck ist enorm. Im Bund, in den Gemeinden und natürlich auch im Land“: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner findet deutliche Worte zu „herausfordernden Zeiten“. Das Land werde nun das Spar-Ziel statt den noch im Herbst 2025 festgelegten 300 auf satte 380 Millionen Euro bis 2028 erhöhen. Ebenso strebt man ein Null-Defizit bis zum Jahr 2034 an: „Unsere Planungen enden nicht mit dieser Legislaturperiode.“

Zitat Icon

Die Welt ist aus den Fugen geraten. Wir können globale Konflikte nicht beeinflussen. Aber wir können entscheiden, wie wir darauf reagieren.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner

Intensive Gespräche mit allen Ressorts
„Jeder dritte Posten im Landesdienst und auch ausgelagerten Bereichen wird nicht nachbesetzt. Jedes sechste Landesgesetz haben wir entrümpelt“, so die Landeschefin. Diesem Bürokratieabbau soll aber ein Maßnahmenpaket mit Künstlicher Intelligenz und digitalen Diensten entgegenhalten“, so Mikl-Leitner. Dies könne durchaus auch  Verbesserungen bringen – für Verwaltung wie auch Bürger: Parteien sollen künftig etwa Akten digital einsehen können, was Arbeitsschritte beschleunigt. Auf Bürgerseite werden Ausweise des Landes, beispielsweise Jagdkarten, künftig auch digital verfügbar sein: „Am Ende wird aber immer noch der Mensch entscheiden.“ – Aber: Der Sparstift werde jedenfalls in den Bereichen Jugend, Gesundheit und Pflege sowie der Sicherheit nicht oder nur sehr gezielt eingesetzt.

„Jedes Regierungsmitglied wird in seinem Bereich einen Beitrag leisten – aber niemand soll ...
„Jedes Regierungsmitglied wird in seinem Bereich einen Beitrag leisten – aber niemand soll überfordert werden“, so Mikl-Leitner.(Bild: Andi Leisser)

Niederösterreich kann auf seine Stärken bauen
Vorangetrieben wird auch die kürzlich präsentierte „Wirtschaftsstrategie 2030+“, wo man nicht mit „billigen Produkten, sondern Qualität und Know-how“ im internationalen Bewerb besteht.“ Am 15. April startet daher auch ein Förderschwerpunkt für gute Ideen und innovative Produkte „Made in NÖ“. 

Kritik geht unisono an der Bundesregierung: Man brauche vor allem eine spürbare Entlastung bei ...
Kritik geht unisono an der Bundesregierung: Man brauche vor allem eine spürbare Entlastung bei Lohnnebenkosten, um den Höhenflug an Insolvenzen zu stoppen.(Bild: Andreas Leisser)
Zitat Icon

Österreich wurde in den letzten Jahren zu viel belastet: Sozial-, Bildungs- und Gesundheitssystem sind am Anschlag und zwingen uns zu Einsparungen.

LH-Stellvertreter Udo Landbauer

Landbauer: „Eiserne Budgetdisziplin heißt Prioritäten setzen“
Landes-Vize Udo Landbauer betonte unter anderem, dass man allein im Flüchtlingsbereich 40 Millionen sparen werde: „Wir drehen jeden Euro zweimal um!  Es gilt, zu erkennen: Dienen so manche Ausgaben auch wirklich den Menschen in unserem Land? Wir bekennen uns dazu, und wir werden auch den Stabilitätspakt als erstes Bundesland einhalten.“ 
Ein weiterer Schwerpunkt gelte der Ausbildung von Facharbeitern: „KI deckt kein Dach, verlegt kein Rohr“, verweist Landbauer unter anderem auf die laufende NÖ Praktikumsförderung. Im Verkehrsbereich nannte der Landesvize Investitionen in Donaubrücke Stein-Mautern mit 145 Mio. Euro und in die Donaubrücke Mauthausen (100 Millionen Euro). 

 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Niederösterreich
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt