Frauentag im Museum

Der oft verdrängte weibliche Blick in der Kunst

Kultur
06.03.2026 07:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Anlässlich des Frauentages am kommenden Sonntag laden Museen und Theater in Wien zu speziellen Führungen und Schwerpunkten.

Frauen in der Kunst sind und waren immer ein Gradmesser für ihre Stellung in der Gesellschaft – bis in die Gegenwart. Anlässlich des Frauentages am 8. März widmen sich daher viele heimische Museen speziell der weiblichen Perspektive und beleuchten in Führungen oft marginalisierte Positionen von Künstlerinnen und Wissenschafterinnen.

Mit „Frauenpower in Wien um 1900“ bietet das Leopold Museum kostenlose Führungen und beleuchtet Blickpunkte von Künstlerinnen wie Broncia Koller-Pinell oder Tina Blau, die den Aufbruch in die Moderne maßgeblich mitgestaltet haben. Auch die Albertina begibt sich auf die geführte Suche nach weiblichen Positionen in ihrer eigenen Sammlung – die Ausstellung der japanisch-schweizerischen Künstlerin Leiko Ikemura beleuchtet dazu in poetisch-kraftvollen Arbeiten Themen wie Weiblichkeit und Identität.

Wegweiserin der Moderne im Leopold Museum: Broncia Koller-Pinell „Junge Frau vor Vogelkäfig“
Wegweiserin der Moderne im Leopold Museum: Broncia Koller-Pinell „Junge Frau vor Vogelkäfig“(Bild: Leopold Museum)

Politischer wird der Frauentag im Haus der Geschichte begangen: Bei „Den Frauen ihr Recht! Feministische Kämpfe um 1918“ gibt es Kurzführungen, die sich mit historischen Meilensteinen der Gleichberechtigung wie der Einführung des Frauenwahlrechts beschäftigen. Gleich nebenan widmet sich die Österreichische Nationalbibliothek mit „Entdeckerinnen und Aufdeckerinnen“ den Leistungen und Errungenschaften von Frauen von der Antike bis in die Gegenwart. Ebenfalls in der Hofburg porträtiert das Weltmuseum Wien in Themenführungen herausragende Forscherinnen.

Poetisch-kraftvoll: Leiko Ikemura (Triptychon Teil 2) aus dem Jahr 2015 in der Albertina
Poetisch-kraftvoll: Leiko Ikemura (Triptychon Teil 2) aus dem Jahr 2015 in der Albertina(Bild: Leiko Ikemura/Jörg von Bruchhausen)

Auch auf den Bühnen der Stadt wird der Frauentag begangen: Im Burg-Kasino präsentieren Schauspielerinnen des Ensembles bereits am 7. März in einer Dauerlesung Werke von Autorinnen der Gruppe 47, die zu Unrecht auch heute noch weniger bekannt sind als ihre männlichen Kollegen. Auf der Bühne stehen u. a. Stefanie Reinsperger, Dörte Lyssewski, Marie-Luise Stockinger und Bibiana Beglau.

Wer es humorvoll mag, ist im Theater Akzent richtig: Dort sorgen Nadja Maleh, Elli Bauer und Sonja Pikart mit ihrem kabarettistischen Feuerwerk für Lachmuskeltraining. Der Erlös kommt einem Verein zugute, der geflüchtete Frauen aus mehr als 60 Ländern unterstützt.

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