„Krone“-Serien-Kritik

„Young Sherlock“: Klug, schnell und schlagkräftig

Streaming
07.03.2026 19:30

Mit Robert Downey Jr. und Jude Law wagte sich Guy Ritchie bereits 2009 an die Geschichte des wohl berühmtesten Detektivs der Welt. In der neuen Amazon-Prime-Serie erzählt das Regie-Ass nun die turbulenten, aber unterhaltsamen Anfänge des jungen Sherlock Holmes.

„Halte Dich aus Ärger raus!“, versucht Cordelia Holmes (Natascha McElhone) ihrem Sohn ein Versprechen abzuringen. Aber der hat mit seinen zarten 19 Jahren nur Unfug im Kopf. Damit Sherlock Holmes (Hero Fiennes Tiffin) aber nicht ganz auf die schiefe Bahn gerät, zerrt ihn sein Bruder Mycroft (Max Irons) schließlich nach Oxford – nein, nicht zum Studieren, sondern als viktorianischer Page. Dass der brillante Kopf aber weit mehr kann, als Mistkübel ausleeren und Gepäck schleppen, wird relativ schnell klar. Es dauert also nicht lange, bis er Freundschaft mit dem ebenbürtig intellektuellen, aber mit einem fragwürdigen moralischen Kompass ausgestatteten – Stipendiaten James Moriarty (Dónal Finn) schließt.

Der junge Sherlock (Fiennes Tiffin, re.) mit Prinzessin Gulun (Tseng) und Moriarty (Finn)
Der junge Sherlock (Fiennes Tiffin, re.) mit Prinzessin Gulun (Tseng) und Moriarty (Finn)(Bild: Amazon)

Sherlock und sein späterer Erzrivale Moriarty als Freunde? Das kann nur unterhaltsam werden. Tut es auch – spätestens als die beiden des Diebstahls einer wertvollen Schriftrolle aus dem Besitz der jungen chinesischen Prinzessin Gulun Shou‘an (Zine Tseng) bezichtigt werden. Mit dem Vorhaben, ihre Namen reinzuwaschen, werden sie schließlich in einen Mordfall verwickelt, den es aufzuklären gilt. Dabei verstricken sie sich in eine weitreichende Verschwörung.

Colin Firth als angesehener, aber fragwürdiger Oxford-Professor
Colin Firth als angesehener, aber fragwürdiger Oxford-Professor(Bild: Amazon)

Ein Thriller mit Augenzwinkern

Klug, schnell und schlagkräftig – auch mit der Adaption von Andrew Lanes „Young Sherlock Holmes“-Buchreihe, die auf Arthur Conan Doyles Sherlock-Holmes-Geschichten basiert, bekommen Zuseher genau das, was sie von Guy Ritchie erwarten würden: einen leichtfüßigen Thriller mit Augenzwinkern und viel Liebe zu Set- und Kostümdesign.

Richtig zum Leben erweckt wird die Geschichte freilich erst durch Fiennes Tiffin als jungen Sherlock und den großartigen Finn als Moriarty, der ersterem zeitweise sogar die Show stiehlt. Einzig Oscarpreisträger Colin Firths Professor Hodge wird – absichtlich oder nicht – auf Sparflamme gehalten. Mit Unterhaltung und Ärger wird allerdings nicht gespart, auch wenn Sherlock es seiner Mutter eigentlich versprochen hat. Aber wo würde dann der ganze Spaß bleiben

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