Ungefähr ein Drittel der befragten Österreicherinnen und Österreicher plant in den kommenden fünf Jahren Investitionen in Bau- oder Wohnprojekte. Laut der Marketagent-Studie ist ihnen dabei vor allem Nachhaltigkeit wichtig (78 Prozent).
Beim Material liegt der Ziegel aus Ton in der Gunst der Befragten. Zudem setzen viele Menschen auf Holz. Dieser Anteil müsse beim Bauen aber noch zunehmen, sagte Josef Haas, Botschafter der deutschen Initiative „Holz rettet Klima“. Dafür müsse es auch politische Initiativen und Förderungen geben.
Bauen und Sanieren seien wesentlich für die heimische Wirtschaft, sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) am Dienstag. Österreichweit gebe es 40.000 Bauunternehmen, die insgesamt mehr als 270.000 Beschäftigte und 15.000 Lehrlinge hätten. Es bräuchte aber noch „eine Trendwende in der Zuversicht“. Im Vorjahr lag die Fertighausquote bei Ein- und Zweifamilienhäusern bereits bei 35,4 Prozent. Der Trend geht derzeit zur höchsten Ausbaustufe.
Der Minister verwies auf „positive Parameter“ wie die Senkung der Inflation und die Entbürokratisierung. Er fühle sich bei den gewerblichen Verfahren und Anlagegenehmigungen zuständig. So sei bereits das Allgemeine Verwaltungsverfahrensgesetz (AVG) bei Großverfahren novelliert worden. Zudem ist die Begutachtung der Novelle der Gewerbeordnung beendet. Es gebe zwar viele negative Rückmeldungen, aber „ich bin schon entschlossen, das durchzuziehen“, sagte Hattmannsdorfer. Die Novelle soll in diesem Jahr umgesetzt werden.
„Infrastrukturprojekte werden aufgehalten“
In den kommenden Wochen wolle er das Erneuerbare-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) vorlegen, sagte er weiter. Das habe er schon der Koalition vermittelt. Zudem plane er die Vorlage der Novelle des Umweltverträglichkeitsgesetzes (UVP-G), weil es aus seiner Sicht nicht sein könne, dass „zentrale Infrastrukturprojekte Jahrzehnte aufgehalten werden“.
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