Im Vorjahr sind in Österreich wieder mehr fossile Heizungen eingebaut worden als 2024. Gleichzeitig ging die Zahl der installierten Wärmepumpen, Pellets- oder Biomassekessel zurück. Der Präsident des Verbands Wärmepumpe Austria, Richard Freimüller, argumentiert damit, dass der Fördertopf Ende 2024 leer gewesen sei.
Teilweise hätten die Firmen Wärmepumpen mit Förderungen angeboten, die Kundinnen und Kunden den Erlass dann aber nicht mehr bekommen. Auch in diesem Jahr sehe es so aus, dass der Fördertopf in zwei Monaten wieder leer sein werde. „Aber wir brauchen Planungssicherheit. Und wir müssen so schnell wie möglich von den Fossilen weg“, sagte Freimüller. Derzeit würden die Menschen oft zuwarten – in der Hoffnung, dass die Förderungen besser werden oder der Topf wieder voll ist.
2024 waren in Österreich noch rund 46.000 Wärmepumpen installiert worden, 2025 waren es schließlich 36.000. Das ist etwa ein Fünftel weniger. Gestiegen ist hingegen die Zahl der Großwärmepumpen. Insgesamt sind in Österreich derzeit knapp 13 Prozent der Haushalte mit Wärmepumpen ausgestattet, in skandinavischen Ländern sind es bereits 50 bis 60 Prozent.
Auch Biomasse- und Pelletskessel verzeichneten einen deutlichen Rückgang um rund 30 Prozent auf etwa 21.000 Stück. Im Gegenzug stiegen die Gas- und Ölkesselabsätze wieder an. Freimüller forderte von der Politik ein Erneuerbarenangebot beim Heizungstausch und eine Verpflichtung, fossile Heizkessel nach dem Ende ihrer Lebensdauer nicht mehr in Betrieb zu nehmen. Dass es keine Förderung mehr für thermische Sanierung gibt, begrüßte er. Zudem appellierte er an Politikerinnen und Politiker: „Bitte verhindert nicht den Windkraftausbau, weil dann kommen wir von Öl und Gas nicht weg.“ Die Branche selbst muss laut ihm umdenken und besser vermitteln, wie viel Geld man sich im Betrieb sparen kann.
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