Will zum Weltcupfinale

ÖSV-Athletin: „Zu viel Druck macht alles kaputt!“

Kärnten
12.02.2026 11:57

23 Weltcuppunkte in dieser Saison bisher! Für Skifahrerin Nadine Fest läuft es diese Saison nicht wirklich. Doch jetzt greift die Kärntnerin noch einmal voll an: „Ich muss den Spaß am Skifahren wiederfinden und habe diese Saison noch sechs Rennen, um zu zeigen, was ich kann.“ Auch Olympia-Gold macht der 27-Jährigen Mut.

Beim Europacup-Super-G in Sarntal (It) fuhr die Villacherin Nadine Fest vorige Woche der Konkurrenz davon, holte den Sieg. „Und trotzdem war es für mich fast ein Tiefpunkt, ich war im Ziel richtig emotional. Ich habe gesehen, dass ich es eigentlich kann“, sagt die 27-Jährige. Denn im Weltcup läuft es diese Saison bisher noch nicht – 23 Punkte hat Fest in Abfahrt und Super-G geholt. „Ich muss endlich realisieren, dass ich mir mit dem Druck alles selbst kaputt mache. Wenn ich im Weltcup starte, gehe ich ganz anders ins Rennen“, betont Nadine.

Nadine Fest will den Spaß am Skifahren wieder finden.
Nadine Fest will den Spaß am Skifahren wieder finden.(Bild: GEPA)

Einwöchige Auszeit
Daher hat sie vorige Woche eine kleine Auszeit genommen, die Skier zur Seite gestellt. „Und einfach meinen Kopf gelüftet. Ich muss mir bewusst werden, dass ich genau das machen darf, wovon ich als Kind geträumt habe – im Weltcup dabei zu sein. Ich muss den Spaß am Skifahren wiederfinden.“

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Ich muss mir bewusst werden, dass ich genau das machen darf, wovon ich als Kind geträumt habe. Ich muss den Spaß am Skifahren finden.

ÖSV-Speedfahrerin Nadine FEST

„Will zum Finale!“
Sechs Saisonrennen warten im Speedbereich noch – geht es nach Fest, soll danach nicht Schluss sein. „Ich habe mir zum Ziel gesetzt, dass ich mich in diesen sechs Rennen noch fürs Weltcupfinale qualifiziere“, meint die Kärntnerin vor den abschließenden beiden Stationen in Soldeu (Andorra) und Val di Fassa (It): „Da habe ich noch sechs Chancen, um zu zeigen, was ich kann.“

Nadine Fest (re.) mit ihrer Zimmerkollegin Carmen Spielberger.
Nadine Fest (re.) mit ihrer Zimmerkollegin Carmen Spielberger.(Bild: Spielberger)

100 Weltcuprennen
Wobei der Super-G aktuell die wohl stärkere Disziplin ist – da holte sie zuletzt in Tarvis mit Platz 23 ihr bestes Saisonergebnis: „Ich kann die Linie gut lesen, deshalb bin ich da sicher stärker als in der Abfahrt.“ Zuletzt beim Weltcup in Crans Montana hatte Fest ihr Jubiläum – 100 Rennen auf höchster Ebene hat sie jetzt schon absolviert.

Goldmedaille gab Energie
Die Olympischen Spiele sieht sich Nadine im TV natürlich an – und freute sich vollkommen über die Goldmedaille ihrer österreichischen Teamkolleginnen Ariane Rädler und Katharina Huber. „Das hat auch mir Energie gegeben – denn sie haben gezeigt, was möglich ist, wenn man an sich glaubt. Huber hat einfach alles riskiert.“ Vielleicht kann sich Fest das Duo so bei den restlichen Weltcups zum Vorbild nehmen.

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