Greenpeace

Asbest: Sperre von belasteten Bereichen gefordert

Burgenland
08.02.2026 07:30
Porträt von Burgenland-Krone
Von Burgenland-Krone

Aus Sicht der Umweltschützer Greenpeace reichen die Luftmessungen der Taskforce im Burgenland alleine nicht aus. Sie fordern umgehende Maßnahmen, um die größte Gefahr zu bannen.

Vorsichtige Entwarnung gibt es – wie berichtet – in Sachen Asbest. Die ersten Ergebnisse der Luftmessungen zeigten keine bedenklichen Werte. Weitere Messungen werden aber noch notwendig sei, um wirklich klare Aussagen treffen zu können.

Langes Warten
Auch Greenpeace begrüßt diese ersten Schritte des Landes, fordert aber gleichzeitig, dass nun weitere Maßnahmen ergriffen werden. „Es dauert sehr lange, bis Luftmessungen aussagekräftige Ergebnisse liefern. Das wirkliche Ausmaß der Belastung, etwa bei einem Kinderspielplatz, lässt sich überhaupt erst an einem trockenen, sonnigen Tag, an dem viele Kinder den Spielplatz nutzen, feststellen“, sagt Herwig Schuster, Umweltchemiker bei der Umweltschutzorganisation.

„Sofort handeln“
Mit einem zehn Punkte umfassenden Aktionsplan appelliert Greenpeace daher an Land und Gemeinden, umgehende Maßnahmen zu ergreifen. Administrative Hürden oder das Abwarten von Messergebnissen dürften dabei nicht im Weg stehen, wird betont. „Es heißt jetzt sofort handeln, im Sinne des Vorsorgeprinzips“, so Schuster.

Entsorgen oder sperren
Im Mittelpunkt des Aktionsplans steht dabei das Entfernen des belasteten Materials. Sollte das nicht möglich sein, wird ein Absperren des Bereiches gefordert. Die Umweltschützer wollen, dass besonders bei sensiblen Orten – wie Spielplätzen, Kindergärten oder Gesundheitseinrichtungen – genau geprüft wird, ob dort belastetes Material eingesetzt wurde. Sollte sich dabei herausstellen, dass Asbestfasern in die Luft gelangen können, sollen diese ebenfalls gesperrt werden.

Appell auch an NÖ und Steiermark
Auch asbesthaltiger Streusplitt, Schotter und Kies sollen sofort aus dem Verkehr gezogen werden. Greenpeace weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass der gesetzliche Grenzwert bei 0,1 Prozent liegt. Der Appell richtet sich auch an die Bundesländer Niederösterreich und Steiermark.

Untersuchungen bis Sommer
Die Taskforce im Burgenland plant, die Untersuchungen bis zum Sommer weiterlaufen zu lassen. Parallel dazu gibt es Gesteinsanalysen in den betroffenen Steinbrüchen. Auf Basis der Ergebnisse soll über das weitere Vorgehen entschieden werden.

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