Ärger vor Olympia

Doping: Präsident spricht von „menschlichem Drama“

Olympia
04.02.2026 08:30
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Die italienische Biathletin Rebecca Passler ist positiv auf ein Dopingmittel getestet worden. Alex Tabarelli, der Präsident des Südtiroler Olympiakomitees, spricht von einem „menschlichen Drama“ und warnt vor voreiligen Schlüssen.

Die italienische Biathletin Rebecca Passler ist bei einer Kontrolle außerhalb von Wettkämpfen positiv auf das verbotene Mittel Letrozol getestet worden. Das bestätigten italienische Medien. Die Substanz wurde im Rahmen einer groß angelegten Testreihe entdeckt, die vergangene Woche bei allen 196 italienischen Olympia-Athlet:innen durchgeführt wurde.

Präsident „legt die Hand für Rebecca ins Feuer“
Alex Tabarelli, Landespräsident des italienischen Olympiakomitees CONI in Südtirol, warnt gegenüber „Südtirol News“ vor voreiligen Schlüssen. Er sprach von einem „menschlichen Drama“ und stellte sich demonstrativ hinter die 24-Jährige. Er sei selbst überrascht und „legt die Hand für Rebecca ins Feuer“, dass keine Absicht bestanden habe, leistungsfördernde Mittel einzunehmen.

Viele Fragen offen
Noch ist unklar, in welcher Menge Letrozol nachgewiesen wurde und wie es überhaupt zum Kontakt mit der Substanz gekommen sein könnte. Zudem steht die B-Probe von Passler noch aus – ein entscheidender Punkt für das weitere Verfahren. Letrozol wird medizinisch vor allem zur Krebsbehandlung eingesetzt, kann aber auch den Östrogenspiegel senken und steht deshalb auf der Dopingliste.

Vorläufige Sperre – Olympia-Aus
Als unmittelbare Konsequenz wurde Passler vorläufig suspendiert und wird nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen. Laut Tabarelli sei die Situation nicht nur für die Athletin selbst, sondern auch für ihre Teamkolleg:innen mental äußerst belastend.

Verband kündigt lückenlose Aufklärung an
Der italienische Wintersportverband FISI reagierte mit einer ersten Stellungnahme. Präsident Flavio Roda erklärte am Montag: „Der Verband prüft den Vorfall bereits eingehend und beabsichtigt, seine Athletin auf allen geeigneten Wegen zu unterstützen.“

Und weiter: „Es ist unerlässlich, der Sache auf den Grund zu gehen, um jeden Zweifel auszuräumen, der die Karriere von Rebecca und das Ansehen des Verbandes schwer beeinträchtigen könnte.“

Athletin schweigt
Rebecca Passler selbst hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht öffentlich geäußert. Bis zum Vorliegen aller Ergebnisse bleibt der Fall offen und wirft einen dunklen Schatten auf den italienischen Biathlon kurz vor den Spielen.

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