Beim sensationellen Cup-Erfolg der Altacher über Meister Sturm Graz setzte Neo-Trainer Ognjen Zaric auf die eigenen Qualitäten und sorgte damit für Feierstimmung im Schnabelholz. Jetzt ist der Blick aber schon wieder nach vorn gerichtet.
Den Kickern des SCR Altach gelang am Sonntagabend mit dem Aufstieg ins Halbfinale die perfekte Cupüberraschung. „Oh, wie ist das schön“, hallte es nach dem Schlusspfiff durch das Stadionoval. Etwas, das man in Altach lange Jahre vermisst hat. Schon zum vierten Mal in dieser Saison haben die Rheindörfler einen Großen bezwungen: Zweimal Wolfsberg, einmal den LASK – und nun Meister Sturm Graz. Den letzten Sieg gegen einen regierenden Meister gab es übrigens vor knapp sechs Jahren mit einem 3:2 gegen Salzburg, wenige Tage vor Ausbruch der Corona-Pandemie.
Der Erfolg gegen Sturm hat viele Väter. Neo-Trainer Ognjen Zaric gab einen Teil seines Erfolgsgeheimnisses preis: „Wir haben den Gegner nicht gespiegelt, sondern versucht, eigene Lösungen für den Cupfight zu finden. Das ist uns gelungen, die Mannschaft hat den Matchplan sehr gut umgesetzt.“ Dazu brauchte es aber auch die Spieler, von den 17 Akteuren ließ kein einziger aus. Überragender Altacher war wieder einmal Patrick Greil, nicht nur wegen seiner beiden Tore. Der Salzburger war bei fast allen Angriffen Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Ländle-Elf. Die Stabilität von Benedikt Zech ist ohnehin längst bekannt, er hielt die Abwehr über 120 Minuten bis auf zwei Ausnahmen hervorragend zusammen. Mit starkem Spiel und vorbildlichem Einsatz brillierte diesmal auch Mike Bähre. Und auch der Überraschungsmann Yann Massombo, der von Zaric weiter nach vorn gezogen wurde. Sich in toller Manier vier Sitzer erarbeitete. Sein einziges Manko: Er scheiterte ebenso oft am starken Sturm-Keeper Khudyakov.
„Wir wussten, dass sie müde anreisen und haben sie von der ersten Minute an spüren lassen, dass es schwierig wird, gegen uns zu gewinnen“, resümierte der unterbeschäftigte Keeper Dejan Stojanovic den 3:1-Erfolg. Zech blickte schon wieder nach vorn: „Wir sind gut ins Frühjahr gestartet. Das gibt uns eine breite Brust für das Heimspiel am Sonntag gegen BW Linz.“
Matchwinner kam spät
Zaric wechselte Ousmane Diawara nach einer halben Stunde aus, weil er im Knie einen Schmerz verspürte. Ebenso wie sein Nachfolger Marlon Mustapha, der noch vor Ende der regulären Spielzeit humpelnd vom Platz ging und durch Srdjan Hrstic ersetzt wurde. Das sollte sich lohnen. Hrstic war an beiden Toren in der Verlängerung entscheidend beteiligt.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.