Aus Spargründen

Kulturabteilung auflösen? Szene fürchtet Abwertung

Kärnten
30.01.2026 16:01

Längere Entscheidungswege, weniger Sichtbarkeit und Durchsetzungskraft fürchten Kulturgremium und IG KiKK, sollte die Landeskulturabteilung wirklich abgeschafft und zur Unterabteilung degradiert werden. Die Szene kämpft, das Land will jedoch sparen.

Verwundert, ungläubig, traurig und angespannt, was da kommen mag, ist man in der Kulturszene. Bei der jüngsten Matinee im Stadttheater verriet Intendant Aron Stiehl seine aktuelle Sorge: „Will man die Kulturabteilung des Landes wirklich abschaffen? Warum redet niemand mit uns? Warum werden Anfragen nicht beantwortet?

Kosten sparen – Abteilungen reduzieren
Die im Raum stehende „Degradierung zu einer Unterabteilung wäre ein katastrophales Signal und ein massiver Rückschritt für das Kulturland Kärnten“, so Grünen-Landessprecherin Olga Voglauer. Eine Strukturreform bei den Abteilungen soll ja Kosten senken; 15 Abteilungen gab es im Land im Vorjahr, 13 gibt es derzeit, eine weitere Reduzierung auf zehn bis zwölf steht an. Daran arbeiten, wie Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber und Landesrat Daniel Fellner vor Wochen verkündet haben, eigene Reformgruppen.

„Abteilung muss erhalten bleiben“
Der Aufschrei in der Kulturszene ist natürlich groß. Gerade in Zeiten, in denen Subventionen immer schwerer zu bekommen sind und oft nicht mehr für drei Jahre zugesagt werden, wo also die Planungssicherheit schwindet, wäre solch eine Abwertung der Kulturabteilung fatal. Die IG KiKK, die Interessensgemeinschaft der Kulturinitiativen in Kärnten | Koroška, und das Kärntner Kulturgremium fordern in einem offenen Brief an die Landesregierung: „Die Abteilung 14 – Kunst und Kultur muss als eigenständige Abteilung erhalten bleiben!“

Zitat Icon

Eine Kulturabteilung zu schwächen ..., wäre ein fatales Signal. Die Kärntner Kulturpolitik darf nicht zur Randerscheinung werden!

Olga Voglauer, Landessprecherin der Grünen

Nicht nur für die Kultur, auch für die Wirtschaft ein Verlust
Einerseits hätte die Abschaffung der Abteilung und Umwandlung in eine Unterabteilung „schwerwiegende negative Auswirkungen auf die künstlerische und kulturelle Arbeit im Land“, andererseits auch auf Tourismus und Wirtschaft, sei doch die Kultur ein wesentliches Angebot. „Attraktive kulturelle Angebote erhöhen die Lebensqualität und tragen maßgeblich zur positiven Außenwahrnehmung Kärntens bei“, heißt es im offenen Brief. „Eine eigenständige Kulturabteilung ist hierfür als koordinierende, strategische Kraft unerlässlich.“ Der Verlust der Abteilung bedeute „zwangsläufig einen Verlust an Entscheidungskompetenz, Sichtbarkeit und Durchsetzungskraft“.

Im Frühling soll feststehen, wie und ob überhaupt die Kulturabteilung untergeordnet wird.

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