Polizei zieht Bilanz

Mehr Verletzte durch abgelenkte Autofahrer

Burgenland
28.01.2026 16:36

Im vorigen Jahr gab es im Burgenland 19 Tote im Straßenverkehr. Viele fahren zu schnell, halten sich nicht an die Regeln oder spielen am Steuer mit dem Handy.

Dieses Verhalten haben viele wohl schon oft auf den Straßen im Burgenland – aber auch in anderen Bundesländern – gesehen oder gar selbst erlebt: Lenker, die offensichtlich abgelenkt sind, mit dem Handy telefonieren oder Nachrichten schreiben, viel zu schnell fahren oder drängeln. Das sind auch die vorwiegenden Gründe für Unfälle, wie die Verkehrsstatistik der Polizei für 2025 zeigt (siehe auch Grafik).

Viele schnallen sich immer noch nicht an
930 Menschen wurden im Vorjahr im Straßenverkehr verletzt – fast 100 mehr als 2024 und fast 200 mehr als noch 2021. 19 Personen kamen 2025 auf den Straßen ums Leben, darunter zwei Radfahrer und drei Fußgänger. Drei Todesopfer waren nicht angeschnallt. „Ich bin überzeugt, dass sie noch leben würden, wenn sie einen Gurt angelegt hätten“, meint Oberst Andreas Stipsits, Leiter der Landesverkehrsabteilung. Rund 5700-mal wurde wegen des Nichteinhaltens der Gurtpflicht gestraft, 4300-mal wegen Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung.

Motorradfahrer und Kinder sind nicht unter den Toten.

(Bild: Krone KREATIV)

Mehr Alko- und Drogenlenker erwischt
Bei den Kontrollen konnte die Polizei im vorigen Jahr wieder mehr Alko- und Drogenlenker erwischen. Wobei Stipsits gerade bei den Drogenlenkern von einer hohen Dunkelziffer ausgeht. Man schule deswegen die Beamten, genauer auf mögliche Anzeichen zu achten. Dass sich nur Jüngere unter Suchtgift-Einfluss hinters Steuer setzen, stimme nicht mehr ganz, so Stipsits. Dies treffe mittlerweile auch auf Menschen zwischen 31 und 40 Jahren zu. Bei den Alkolenkern sei ein großer Teil älter als 50 Jahre.

13 Autos beschlagnahmt
Im vorigen Jahr nahm die Exekutive 1452 Führerscheine und Mopedausweise ab, um die Hälfte mehr als im Jahr zuvor. 13 Autos von Extrem-Rasern wurden vorläufig beschlagnahmt. Wobei es laut Stipsits glücklicherweise keine „Roadrunner“-Szene im Burgenland gibt. Damit es auch so bleibt, soll weiterhin konsequent gegen getunte und umgebaute Fahrzeuge vorgegangen werden.

Stipsits, Dorner und Huber zogen Bilanz.
Stipsits, Dorner und Huber zogen Bilanz.(Bild: Christoph Miehl)

Mehr als 200.000 Anzeigen
Viele Lenker hatten 2025 einen Bleifuß. Allein durch Laser- und Radar gab es mehr als 200.000 Anzeigen. Hinzu kommt die Verkehrsüberwachung des Landes: 80.289 Fahrzeuge erhielten Strafen wegen überhöhter Geschwindigkeit. Das sind 1,18 Prozent der überprüften Kfz, ein leichter Rückgang. Verkehrslandesrat Heinrich Dorner sieht darin ein Indiz, dass die Kontrollen Wirkung zeigen. Neben 14 fixen Boxen verfügt das Land über acht mobile Geräte. Die Gemeinden hätten großes Interesse daran, so Dorner. Viele würden die Überwachung vor Schulen und Kindergärten einsetzen.

2026 will Landespolizeidirektor Martin Huber weiter auf Kontrollen und Bewusstseinsbildung setzen. Vor allem im Ortsgebiet soll das Tempo gedrosselt werden.

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