Pilotprojekt startet

Auto-Daten sollen im Katastrophenfall helfen

Kärnten
28.01.2026 13:30
Porträt von Kärntner Krone
Von Kärntner Krone

Murenabgänge, Schneechaos und Überflutungen stellen nicht nur die heimischen Feuerwehren vor große Herausforderungen, sondern auch viele Verkehrsteilnehmer. Um im Katastrophenfall besser gerüstet zu sein, möchte das Land Kärnten auf Echtzeitdaten zurückgreifen.

Echtzeit-Verkehrsinformationen vereinfachen seit einigen Jahren nicht nur das Leben der Autofahrer, sondern auch jenes der Polizei, der Asfinag und das der Einsatzorganisationen. Dafür verantwortlich zeichnet sich in Österreich das Projekt Evis.at.

Daten sollen Menschen helfen
Dort werden Meldungen zu Ereignissen, wie Veranstaltungen, Unfällen, Staus, gesammelt, dementsprechend aufbereitet und an Navigationssysteme in Fahrzeugen weitergeschickt. Nun soll aber noch ein Schritt weitergegangen und die Daten auch für den Katastrophenfall genutzt werden. „Die Kärntner sollen daraus einen Vorteil ziehen können“, erklärt Landeshauptmannstellvertreter Martin Gruber (VP).

Mit dem neuen Projekt soll aber nicht nur Autofahrern geholfen werden, sondern auch den Einsatzkräften. Immerhin gehe es auch ums Verkehrsmanagement in Ausnahmesituationen. Daher ist eine enge Zusammenarbeit zwischen der Verkehrsabteilung des Landes, der Steiermark, dem Katastrophenschutz, der Landesalarm- und Warnzentrale und Evis.at geplant. „Durch diese Kooperation schaffen wir Synergien über die Bundesländergrenzen hinweg und entwickeln Lösungen, die unseren Standort stärken und die Verkehrssicherheit für die Kärntnerinnen und Kärntner nachhaltig erhöhen können“, erklärt Verkehrslandesrat Sebastian Schuschnig.

Zitat Icon

Gerade im Verkehrsbereich bietet uns die Digitalisierung große Potenziale, die wir nutzen können.

Sebastian Schuschnig, Verkehrslandesrat

Autos liefern selbstständig Daten
Dadurch sollen in Zukunft Verkehrsteilnehmer im Ernstfall mit wichtigen Informationen versorgt und umgeleitet werden. Besonders moderne Autos sind bei diesem Vorhaben nicht wegzudenken. Sie liefern automatisch wichtige Daten und können somit dazu beitragen, dass diese im Ernstfall schnell weiterverarbeitet werden können.

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