ÖBB-Großbaustellen

Krumpendorf ist kräftig unter den Zug gekommen

Kärnten
24.01.2026 16:00

Auf Krumpendorf kommt beim Ausbau von fünf Bahnübergängen eine massive Lärmbelästigung zu. Im Gemeinderat gab es keine Mehrheit für den Bau von zwei Unterführungen, zwei Eisbahnkreuzungen (Schlossallee, Bad Stich) sollen langfristig für den Autoverkehr nicht mehr benutzbar sein.

Viele Krumpendorfer sind offenbar mit der Politik von VP-Bürgermeister Gernot Bürger nicht einverstanden. Jetzt kommt auf die Gemeinde bei der Sanierung von fünf Eisenbahnkreuzungen eine massive Lärmbelästigung zu. Im Gemeinderat gab es keine Mehrheit für den Bau von zwei Unterführungen. Jetzt werden um 2,5 Millionen fünf Eisbahnkreuzungen in der Gemeinde saniert. Wobei zumindest zwei von ihnen (Schlossallee, Bad Stich) für den Autoverkehr langfristig nicht mehr nutzbar sein sollen.  Auch der Bahnübergang Gut Walterskirchen wackelt. Sogar ein Läutwerk wird nach EU-Bestimmungen bei den fünf Bahnkreuzungen eingebaut, das ist für die vielen Wohnsitze entlang der Bahngleise eine zusätzliche Belastung.

Auch der Bahnübergang zum Bad-Stich-Bad soll langfristig für Autos gesperrt werden.
Auch der Bahnübergang zum Bad-Stich-Bad soll langfristig für Autos gesperrt werden.(Bild: Christian Tragner)
Der Bahnübergang zum Kropfitschbad soll nach der Sanierung erhalten bleiben.
Der Bahnübergang zum Kropfitschbad soll nach der Sanierung erhalten bleiben.(Bild: Christian Tragner)

„Ortschef kocht sein eigenes Süppchen“
Schon jetzt sind die Eisenbahnkreuzungen im Ort täglich 9,3 Stunden geschlossen (siehe Grafik). Die ÖBB verhandelt mit der Gemeinde schon seit 2021, muss das Projekt bis Jahresende durchziehen. Gemeindevorstand Markus Steindl (FP):  „Bürgermeister Bürger kocht sein eigenes Süppchen, gibt Infos an die Bürger nicht weiter. Die Schlossallee bei der Gemeinde ist gerade erst neu asphaltiert worden.“ Steindl hätte gerne noch einen runden Tisch mit der ÖBB, um über alles zu reden.

„Der Zug ist abgefahren. Wir verhandeln mit der Gemeinde seit fünf Jahren, es gab auch einen Informationsabend, zu dem 100 Bürger kamen. Die Bestellungen sind abgegeben, es geht nicht mehr“, sagt ÖBB-Pressesprecherin Rosana Zernatto-Peschel.

(Bild: Krone KREATIV)

In Kärnten wurden in den letzten Jahren 27 von 307 Kreuzungen geschlossen, die 3600-Seelen-Gemeinde am Wörthersee ist besonders betroffen. Ganze Siedlungen können vom Ortszentrum abgeschlossen sein.

Seit fünf Jahren wird verhandelt
„Mit Schreiben vom 12. Jänner hat die ÖBB der Gemeinde Krumpendorf mitgeteilt, dass dem Antrag zur Weiterverhandlung nicht entgegengekommen werden kann. Laut ÖBB sind deshalb alle fünf Eisenbahnkreuzungen zu erneuern. Darüber hinaus wird nochmals festgehalten, dass es bereits seit 2021 Verhandlungen mit der Gemeinde gibt und auch ein entsprechender Bescheid vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie an die ÖBB und Bürgermeister Gernot Bürger ergangen ist“, sagt Steindl.

Krumpendorf hofft auf Entgegenkommen der ÖBB
Gerade die Eisenbahnkreuzung Schlossallee sollte laut Bescheid 2021 nicht geschlossen werden – das hat die Eisenbahnbehörde in ihrem Bescheid ausdrücklich wegen der Wichtigkeit für den Autoverkehr festgehalten. Entgegen dieser Vorgabe sollte sie in der präsentierten Letztvariante 2025 durch eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer ersetzt werden. Die Eisenbahnkreuzung Kochstraße sollte aufgelöst werden und eine Anbindung für Fußgänger und Radfahrer an eine neue Unterführung in der Bad-Stich-Straße bekommen.

Es gibt in den nächsten Monaten noch viel zu reden in Krumpendorf. Erfolge kann man nur mit Einigkeit einfahren. Markus Steindl erwartet auch von den ÖBB ein Entgegenkommen mit Zugeständnissen, da der Erhalt der Eisenbahnkreuzungen auch ein Sicherheitsrisiko darstellt und deshalb eine Lösung wichtig ist.

 

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