Wollen ermitteln
Staatsanwälte aus Rom reisen nach Crans-Montana
In Zusammenhang mit dem verheerenden Brand in der Neujahrsnacht in einem Bar-Lokal im Schweizer Wintersportort Crans-Montana mit 40 Toten wollen italienische Ermittler ihre Zusammenarbeit mit den Schweizer Behörden ausweiten. Die Staatsanwaltschaft in Rom hat beantragt, dass die italienische Kriminalpolizei an den Ermittlungen beteiligt wird. Darüber soll in den kommenden Tagen bei einem Treffen mit der Staatsanwaltschaft im Wallis entschieden werden.
Bei dem Feuer in der Bar „Le Constellation“ kamen in der Silvesternacht 40 junge Menschen ums Leben, 116 weitere wurden verletzt. Sechs Tote und 14 Verletzte stammen aus Italien. Die römischen Ermittler fordern, bei künftigen Verfahrensschritten wie Durchsuchungen, Vernehmungen und Zeugenaussagen eingebunden zu werden, berichtete die römische Tageszeitung „Il Messaggero“ am Freitag.
Kontroversen über Verlauf der Ermittlungen in der Schweiz
Hintergrund des Vorstoßes sind anhaltende Kontroversen über den bisherigen Verlauf der Ermittlungen in der Schweiz. Kritisiert wird insbesondere, dass keine Obduktionen oder weitergehenden forensischen Untersuchungen der Todesopfer angeordnet wurden. Die ausgestellten Sterbeurkunden enthalten demnach keine konkreten Angaben zur Todesursache. Nach der Überführung der Leichname nach Italien ließ die Staatsanwaltschaft in Rom eigene Obduktionen durchführen.
Unterdessen gibt es aus Italien vorsichtig positive Nachrichten über den Gesundheitszustand einiger Verletzter. Zehn Jugendliche, überwiegend im Alter von 15 und 16 Jahren, werden weiterhin im Krankenhaus Niguarda in Mailand behandelt. Vier von ihnen befinden sich noch auf der Intensivstation, sechs im Brandverletztenzentrum. Nach Angaben der regionalen Gesundheitsbehörden könnten einzelne Patienten in den kommenden Tagen entlassen werden.
In Zürich erwachte unterdessen eine 15-jährige Italienerin nach mehr als drei Wochen aus dem Koma. Sie erkannte ihre Eltern wieder, befindet sich jedoch weiterhin in kritischem Zustand auf der Intensivstation. Das Mädchen wurde bereits mehrfach operiert, ein weiterer Eingriff musste wegen des fragilen Zustands der Jugendlichen verschoben werden.










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