Sub-Aufträge im Visier

Arbeiterkammer zog Firma von eigener Baustelle ab

Salzburg
23.01.2026 06:00

Am Bau ist die Kette an Subunternehmen oft lang. Die Arbeiterkammer Salzburg beschäftigt jetzt ein Fall auf einer eigenen Baustelle. Die Gewerkschaft appelliert für regionale Vergaben.

Gerade bei öffentlichen Vergaben sind Preisschlacht und Zeitdruck am Bau oft gnadenlos: Meist ist eine lange Liste an Firmen involviert. Der Bauherr vergibt, für einzelne Leistungen braucht es Subunternehmen. Und oft packen Billig-Hackler aus dem Ausland an.

Gewerkschaft Bau-Holz und Arbeiterkammer plädieren für faire Vergaben. Und ausgerechnet die AK war jetzt auf der eigenen Baustelle beim Ausbau des Hotels Brunauer mit einem Fall konfrontiert. Eine Sub-Firma gab Leistungen weiter. Beobachter vermuten, dass Schwarzarbeiter am Werk waren.

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Wir haben in der Ausschreibung klare Regeln festgelegt, die hier gebrochen wurden. Die Firma wurde sofort abgezogen.

Der Salzburger AK-Präsident Peter Eder

Das verneint AK-Chef Peter Eder: „Es stimmt, dass eine Firma vertragsbrüchig wurde. Wir haben aber klare Regelungen und konnten es regeln.“ Vertraglich festgelegt ist, dass Sub-Firmen gemeldet werden müssen.

Baustelle beim Brunauer-Zentrum: Es spießte sich mit einer Sub-Firma.
Baustelle beim Brunauer-Zentrum: Es spießte sich mit einer Sub-Firma.(Bild: zVg, Krone KREATIV)

Auftragsvergabe möglichst an Firmen aus Region
Die Gewerkschaft machte gerade mit der Kampagne „Rot-Weiß-Rot Bauen“ und dem Appell für regionales Bauen im Pongau Station. Denn die Situation bleibt schwierig: Die Wirtschaftslage bremst die Investitionsbereitschaft. In der Sub-Firmen-Kette gibt es viele Anbieter aus dem Osten. Zulieferer bieten oft Billigware.

„Wer hier baut, muss auf heimische Betriebe und unsere Fachkräfte setzen. So bleiben Arbeitsplätze im Land“, so Othmar Danninger von der Gewerkschaft Bau-Holz in Salzburg. Mit dem neuen Bundesvergabegesetz, das im März in Kraft tritt, sollen noch mehr regionale Vergaben ermöglicht werden.

In Salzburg wurden im Vorjahr knapp 4000 Bauarbeiter von 1000 Firmen kontrolliert. Bei ausländischen Anbietern gibt es wesentlich öfter den Verdacht auf Unterbezahlung. Sie wurden 70-mal beanstandet, bei heimischen Unternehmen waren es 18 Fälle. Bei Vergehen drohen hohe Strafzahlungen.

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