Energie in OÖ

Öl, Kohle und Gas haben noch immer die Nase vorne

Oberösterreich
22.01.2026 15:30

Neueste Zahlen bezüglich Umstieg von fossiler auf erneuerbare Energie in OÖ zeigen: Es geht voran – laut Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner in Rekord-Manier. 44 Prozent des Endenergieverbrauchs kommen demnach aus erneuerbarer Energie – was bedeutet, dass nach wie vor fossile Träger den Großteil ausmachen.

Eine Rekordmeldung nach der anderen: 91 Prozent des Stromverbrauchs in Oberösterreich werden aus erneuerbaren Quellen gedeckt; mehr als 71 Prozent unserer Raumwärme kommen aus klimafreundlichen Energiequellen: Laut Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) schreitet der Umstieg auf erneuerbare Energien „rasant“ voran.

Steigerung um zwölf Prozent
Auch beim Endenergieverbrauch kann Achleitner einen Rekordwert vermelden: 44,1 Prozent – „so viel wie nie zuvor“ – werden in Oberösterreich aus erneuerbarer Energie gedeckt. Das ist zwar eine Steigerung um zwölf Prozent seit 2018 – heißt aber im Umkehrschluss, dass fossile Energie mit 55,9 Prozent nach wie vor den Großteil am Energiemix ausmacht: Öl (28,5%), Gas (18%) und Kohle (9,4%).

Bezüglich eines immer wieder geforderten Windkraftausbaus – erst am Mittwoch wurde bekannt, dass im Kobernaußerwald nur neun statt der ursprünglich geplanten 18 Windräder gebaut werden – legt sich Achleitner nicht fest: „Wir bekennen uns zu einem Ausbau – überall dort, wo es sinnvoll und genehmigungsfähig ist.“ Laut Energieraumplanung seien zwei Drittel der Landesfläche potenziell für Windkraft geeignet.

Kommentar
Wunschdenken versus Realität

Am 12. Jänner hält Markus Achleitner eine Pressekonferenz ab. Motto: „Aufwind für OÖ“; Inhalt: der Wirtschaftsstandort ist top. Am 13. Jänner vermeldet KTM die Streichung von 500 zusätzlichen Stellen.

(Bild: Krone KREATIV, Alexander Schwarzl, Markus Wenzel)

Am 21. Jänner wird bekannt, dass beim Windkraftausbau weiter gebremst wird – tags darauf berichtet Achleitner in einer Pressekonferenz vom „rasanten Umstieg“ auf erneuerbare Energie. Die zeitliche Nähe mag in beiden Fällen Zufall sein – aber das Auseinanderklaffen von politischer Jubel-PR und der Realität ist der Glaubwürdigkeit des Wirtschaftslandesrats nur bedingt zuträglich.

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