Murbrecher und Wildholzfilter sollen Hintersee – das fast komplett in einer roten Zone liegt – vor starken Wetterereignissen schützen. Die Gemeinde selbst wächst sehr langsam, baut aber die Schule wegen hoher Geburtenraten aus.
Erstmals mit drei Klassen wird die Volksschule in Hintersee im Herbst in das kommende Schuljahr starten. „Dafür müssen wir allerdings umbauen“, erzählt ÖVP-Bürgermeister Paul Weißenbacher. Erst vor zwei Jahren musste die Gemeinde beim Kindergarten anbauen, um den Bedarf zu stillen.
Außer stärkeren Geburtenraten während der letzten Jahre, wächst Hintersee allerdings fast gar nicht. „Ich bin seit 17 Jahren im Amt“, sagt Weißenbacher. „In dieser Zeit sind vielleicht fünf, sechs Häuser gebaut worden.“ In seinem Ort gebe es auch für alles Geld der Welt keinen Baugrund, denn: „Wir sind hier fast flächendeckend in der roten Zone.“
Kein Wunder also, dass sich aktuell das wichtigste Projekt rund um die Wildbachverbauung dreht. Gestartet wurde damit 2020 und noch bis mindestens 2030 wird daran gearbeitet. Größter Brocken ist ein 102 Meter breiter Schutzbau im Talschluss beim Lämmerbach.
Darüber hinaus sorgen künftig auch Murbrecher und Wildholzfilter für mehr Sicherheit im Ort. Wetterereignisse wie Starkregen würden immer brutaler. „Der Bach hat das ganze Tal geformt und immer wieder seinen Lauf verändert“, sagt der Ortschef. „Wenn er das wieder macht und dabei Material mitnimmt, dann gibt es kein Hintersee mehr.“
Generell ist dem Bürgermeister die Eigenständigkeit des Ortes wichtig, auch wenn er gerne mit anderen zusammenarbeitet. Sowohl das Klärwerk als auch der Recyclinghof werden zusammen mit Faistenau betrieben, der Kanal wurde gemeinsam gebaut. Das Seniorenwohnheim in Hof gehört mehreren Gemeinden und auch die Musikschule ist ein Gemeinschaftsprojekt.
Unverzichtbar für das Zusammenleben sind die Vereine – von der Musikkapelle über den Kameradschaftsbund und die Prangerschützen bis hin zum Sportverein und der Freiwilligen Feuerwehr. Letztere hat 2025 sogar ein neues Fahrzeug bekommen.
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