An die 1500 Hells Angels-Biker aus der ganzen Welt feierten am vergangenen Wochenende in Wolfsberg – auch Fahnder mischten sich laut „Krone“-Infos unter das Partyvolk.
Großes Aufsehen am vergangenen Wochenende im Lavanttal: Der Motorradclub Hells Angels Österreich lud anlässlich seines 50-jährigen Bestehens im Veranstaltungszentrum KUSS in Wolfsberg zur großen Privatparty. Geschlossene Gesellschaft – Zutritt nur mit persönlicher Einladung, versteht sich.
Und diesem Ruf sind über 1500 Mitglieder des berühmt berüchtigten Biker-clubs aus der ganzen Welt gefolgt. Nicht nur um zu feiern, sondern auch um dem jüngst an einer schweren Krankheit verstorbenen Wiener Hells Angels-Boss Helmut S. zu gedenken. Ein Event, das Gastronomie und Hotellerie in den Bezirken Klagenfurt, Völkermarkt und Wolfsberg erfreute.
„Sehr zuvorkommend und höflich“
Die Zimmer waren ausgebucht, und die Getränke gingen nur so über die Theke. Probleme habe es keine gegeben: „Ich war mehr als positiv überrascht, wie sich die Gäste verhalten haben. Sie waren sehr zuvorkommend und höflich. Es hat keine Probleme gegeben“, berichtet Hans Miklau, Besitzer des Jagerwirt in Völkermarkt.
„Aus unserer Sicht war die Feier eine äußerst gelungene und hervorragend organisierte Veranstaltung. Alle im Konzept vereinbarten Punkte wurden eingehalten.“
so die Wolfsberger Stadtwerke
Auch die Kärntner Polizei zieht durchaus eine positive Bilanz: „Es gab keine besonderen Vorkommnisse rund um das Event.“ Wie bei jeder Großveranstaltung sei auch in diesem Fall die Verkehrspolizei verstärkt im Einsatz gewesen. Aber nicht nur auf den Straßen: Laut „Krone“-Infos waren (wie auch beim jährlichen Harley-Treffen am Faaker See) ebenso Spezialfahnder aus dem Bereich organisierte Kriminalität vor Ort.
Und das nicht ohne Grund: Der im Jahr 1948 in Kaliforniern gegründete Biker-Verbund ist mittlerweile weltweit bereits in über 32 Ländern mit „Satelitten-Klubs“ vertreten. Und immer wieder geraten sogenannten Charter (Klubs) und deren Mitglieder aufgrund von Gewalt- und Drogendelikten in die Schlagzeilen. In den Niederlanden sind sämtliche Aktivitäten der Hells Angels nach ausufernder Kriminalität mittlerweile verboten.
Internationales Fahnder-Interesse
„Ich kann nur sagen, dass wir die Veranstaltung definitiv im Blick hatten“, so Andreas Holzer, Direktor des Bundeskriminalamtes. Näher wollte der Chefermittler aus taktischen Gründen nicht auf den Einsatz eingehen. Aus Insiderkreisen war aber zu erfahren, dass auch Fahnder-Kollegen aus dem Ausland großes Interesse an dem Privat-Event hatten.
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