Österreich und Ungarn setzen die Kooperation im Einsatz gegen die illegale Migration gezielt fort. Im heurigen Jahr gab es erst vier Aufgriffe.
Stark rückläufig sind die Zahlen der illegalen Migration im Osten Österreichs, der Grenzschutz und der Kampf gegen die Schlepperkriminalität gehen dennoch weiter. Geeignete Maßnahmen und die Fortsetzung der erfolgreichen Operation Fox besprach Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) mit seinem ungarischen Amtskollegen Sándor Pintér am Montag in Budapest.
Illegale Migration gegen null gedrängt
In den vergangenen 2,5 Jahren konnte laut Karner die illegale Migration an der österreichisch-ungarischen Grenze kontinuierlich gegen null gedrängt werden. Während in den ersten drei Wochen 2023 noch mehr als 1720 Flüchtlinge im Burgenland aufgegriffen wurden und fast jeder einen Asylantrag gestellt hatte, so waren es im Vergleichszeitraum 2024 knapp 60 Einwanderer und 17 Asylanträge sowie 2025 – aufgrund besonderer Vorkommnisse – 223 Grenzgänger und 20 Asylanträge.
Vier Aufgriffe im heurigen Jahr
Heuer sind vom 1. bis 18. Jänner lediglich vier Aufgriffe registriert worden, kein einziges Ansuchen um Asyl liegt aktuell vor, so die Daten aus dem Innenministerium. Die Strategien in der Abschreckung von Schleppern werden verfeinert.
„Mit einer Flexibilisierung der Kontrollen an den Grenzen, aber ebenso im grenznahen Raum wurde bereits begonnen. Der Kontrollgürtel konnte dadurch verbreitert werden“, merkte Karner im Zuge des Arbeitsgesprächs an. Beide Innenminister hoben die positiven Aspekte der intensiven Zusammenarbeit bei internationalen Einsätzen und im Rahmen der Operation Fox hervor.
Operation Fox läuft weiter
„Derzeit unterstützen österreichische Polizeikontingente die ungarische Grenzpolizei bei der Sicherung der Außengrenze zu Serbien. Beamte beider Länder sind ebenso an der Grenze von Serbien zu Nordmazedonien und an der bulgarischen Außengrenze zur Türkei tätig“, hieß es. Im Rahmen der Operation Fox gehen in Ungarn an der Grenze zu Österreich momentan 30 rot-weiß-rote Polizisten gegen Schleuserbanden vor.
Im Fokus stand weiters die Unterzeichnung einer bilateralen Vereinbarung, insbesondere aufgrund eines neuen Grenzübergangs zwischen Österreich und Ungarn durch den Bau der Schnellstraße S 7. „Ungarn und Österreich einigten sich darauf, den bereits eingeschlagenen Weg weiterzugehen“, betonten die Innenminister.
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