Ein ziemlich buntes Personal tummelt sich derzeit in Mozarts eher durchwachsenem „Le nozze di Figaro“ auf der Staatsopernbühne. Nur Patricia Nolz und der Dirigent Adam Fischer können restlos überzeugen.
Sympathisch und fesch wetzt dieser Figaro über Barrie Koskys unverbindlich amüsant belebte „Figaro“-Bühne. Ob das für eine Revolution reicht? Stimmlich nicht. Denn Riccardo Fassi bleibt hinter den Mühen der Bewältigung seiner Gesangspartie zu viel an Volumen, Kanten, Zwischentönen schuldig.
Auch seine Susanna Serena Sáenz wird Mozart keinen Haxen ausreißen, steigert sich aber tüchtig bis zu einer blitzsauberen „Rosenarie“. Ihre Gräfin, Hausdebütantin Adriana González, hat dagegen beeindruckenden Stimmdruck, den sie meist differenziert zu kanalisieren weiß. Da muss ihr Graf, den Huw Montague Rendall erstmals in Wien gibt, ebenfalls den Kürzeren ziehen – wenn auch einnehmend samtig und geschmeidig profiliert.
Sie alle überflügelt aber in allerhöchster Güteklasse der quirlig komische und betörend singende Cherubino der Particia Nolz. Von der braven Restbesetzung muss einzig der völlig ungenügende Bartolo (Evgeny Solodovnikov) abgeschrieben werden. Wohingegen der temperamentvoll souveräne Adam Fischer ein Glück am Pult des formidablen Orchesters ist.
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