500.000 Nächtigungen, zwei Großevents im Winter und dazu gleich sieben Haubenlokale: Die Region rund um den Weißensee sorgt auch im Winter für beachtliche Tourismuszahlen.
Obwohl es um den Weißensee nur 770 Einwohner gibt, haben die Tourismus-Vorzeigeorte gleich viele Nächtigungen wie die Landeshauptstadt Klagenfurt, nämlich 500.000. „360.000 im Sommer, 140.000 im Winter“, erklärt Tourismuschef Thomas Michor, der alle Hände voll zu tun hat. Denn immerhin präsentiert sich der viertgrößte Badesee Kärntens auch im Winter als wahres Eldorado. „Wir bieten Loipen, Skipisten, Eisschnelllauf, Stockschießen und Snow-Bike an“, sagt der Tourismusmanager. Zudem gibt es heuer erstmalig ein Pondhockeyturnier.
Holländer feiern heuer großes Jubiläum
Die Alternative Elf-Städte-Tour feiert heuer das 35-Jahr-Jubiläum am Weißensee. 4000 Holländer reisen an, „sie kommen fast alle mit den Autos. Jeder Teilnehmer hat Ausgaben von 1300 Euro aufwärts“, sagt Oranje-Organisator Hendrik-Jan van den Bogaart. „Die Volksläufe sind das Highlight, in Holland gibt es Millionen Eisläufer, aber seit 1997 kein Eis mehr. Darum fühlen wir uns am Weißensee wohl.“ „Hier wird in wenigen Tagen wieder das größte Oranje-Dorf außerhalb Hollands sein.“
Kulinarik punktet das ganze Jahr lang
Neben dem sportlichen Angebot wartet der Weißensee auch mit jeder Menge Kulinarik auf. „Wir haben sieben Haubenlokale, so eine Dichte gibt es kulinarisch in Österreich sonst nirgendwo.“
Hannes Müller von der Forelle war Koch des Jahres 2025. „Dank der biologischen Vielfalt wird die Nachfrage nach dem Weißensee noch stärker steigen“, glaubt Müller. Er ist das ganze Jahr lang ausgebucht, obwohl man bei keinem Portal, sondern nur im Hotel buchen kann. Müller bewirtschaftet 90 Hektar, auch der Vater und der Sohn packen an. Die Bauern im Ort verwenden seit vier Jahrzehnten keinen Kunstdünger mehr, die Mäharbeiten auf den Hängen finden alle händisch statt.
Spitzenkoch Stefan Glantschnig bietet für die zwei Großevents Pondhockey und die Alternative Elf-Städte-Tour zwei Zelte an. In das Große passen bis zu 1600 Gäste. „Ich gebe 150.000 Euro aus, bevor das erste Bier getrunken wurde.“
Teichhockey vom Feinsten wird seit Freitag auf der natürlichen Eisfläche am Weißensee gespielt. 17 Spielfelder sind für 96 Teams gerichtet. Organisatoren sind Christian Kresse und Gerhard Brüggler. Die Spielfeld-Größe beträgt 16 mal 28 Meter, die Tore und Banden sind klein, gespielt wird drei gegen drei. 1000 Spieler küren in 600 Partien den Sieger. „Wir haben sogar Flutlicht und Teilnehmer aus acht Nationen“, freut sich Kresse. Auch aus Kanada sind Cracks dabei.
Zum Auftakt gab es azurblauen Himmel. Auch viele rot-weiß-rote Kaprunder stehen am Eis. Sogar Eishockey-Teamchef Roger Bader feierte mit 60 Jahren seine Pondhockeypremiere. „Ich bin ganz schön aus der Puste“, lachte er. Die Verlierer müssen nach den Spielen jeweils den Platz abschieben. Auch Bader zählte dazu.
60 Helfer sind im Einsatz, 54 Referees machen mit. Heute gehen die Finalspiele über die Bühne. Der Pondhockey-Vertrag läuft für drei Jahre. Aber das Turnier soll zum Fixpunkt am Weißensee werden. Michael Pissinger aus Straubing war schon bei vielen Turnieren, doch „das hier ist einmalig.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.