Wiens Theatermuseum gedenkt des „Hunderters“ des genialen Malers, Bildhauers und Bühnenbildners Hubert Aratym am 17. Jänner. Im Palais Lobkowitz erinnern Weggefährten, Freunde und Mitarbeiter an den Künstler und seine „analytischen“ Menschendarstellungen.
Es ist um ihn in den letzten Jahren eher still geworden: Hubert Aratym (1926 bis 2000), der „Paradiesvogel“, Liebling der Wiener und Pariser Gesellschaft, den die Wiener phantastischen Realisten „adoptierten“, ist aus der Ausstellungsszene und vom Kunstmarkt fast verschwunden. Trotz Gründung einer Aratym-Stiftung 1998. Dr. Franz Pichorner, Direktor des Theatermuseums im Palais Lobkowitz, veranstaltet nun anlässlich Aratyms 100. Geburtstags (22. Jänner) einen Gedenkabend: Andrea Eckert, Christian Ludwig Attersee, André Heller, Aratym-Buchmitarbeiter Christoph Hirschmann und „Krone“-Kultur-Experte Karlheinz Roschitz erinnern sich.
Aus Gutenstein gebürtig, studierte er an den Kunstakademien in Wien und Paris, bereiste Afrika, Nord- und Südamerika und lebte sechs Jahre in Asien. Monumentalfiguren entstanden für den Dom von Manila wie für die Krypta des Stiftes Altenburg (Niederösterreich). Er entwarf Wandteppiche und zeigte weltweit in etwa 50 großen Ausstellungen seine „analytischen“ Menschendarstellungen.
Besonders eindrucksvoll: seine Bühnenbilder für die Deutsche Oper Berlin, und Wiens Volkstheater („Die letzten Tage der Menschheit“, Jean Genet, Shakespeare). Für die legendäre Sopranistin Cathy Berberian entwarf er für die Musikbiennale Venedig 1972 ein berühmtes Kostüm, das ein ganzes Bühnenbild war.
Info: „Ein Abend für Hubert Aratym“ im Palais Lobkowitz in 1010 Wien, Samstag, 17. Jänner, Beginn: 19.30h.
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