Auf Schneefahrbahnen

Driften als gefährlicher, verbotener Internettrend

Kärnten
07.01.2026 13:15

Während zahlreiche Verkehrsteilnehmer aufgrund der Schneefälle (wie berichtet) unfreiwillig ins Schleudern kamen, nutzten vorrangig junge Autolenker den bedeckten Asphalt für teils waghalsige Drift-Manöver. Einer jungen Lenkerin in Klagenfurt kostete dies die Kennzeichen.

Die Social-Media-Plattformen sind aktuell voll von mehr oder weniger spektakulären Videos – unzählige Autofahrer, vorrangig der jüngeren Generation, haben die jüngsten Schneefälle genutzt, um sich mit ihren meist aufgemotzten Wagen im Driften zu versuchen. Beziehungsweise um sich mit ihren vermeintlichen Stuntkünsten im Internet zu brüsten.

Im „ungefährlichsten“ Fall auf nicht geräumten, glatten Großparkplätzen wie vor Einkaufszentren oder Supermärkten. Aber auch auf regulären Straßen scheinen Versuchung und Unvernunft oftmals groß zu sein. Zur Erklärung: Beim Driften wird der Wagen absichtlich so gefahren und übersteuert, dass er anfängt zu schleudern - während man dennoch die Kontrolle behält. Was aber oftmals, vor allem bei Fahranfängern, nicht der Fall ist.

Polizei als „Spaßbremse“
Und so kommt es aufgrund derartiger Drift-Übungen immer wieder zu Unfällen und Sachbeschädigungen. Und Anzeigen: Denn außerhalb der Geschäftszeiten sind die Besitzer der meist videoüberwachten Parkplätze in Sachen Nutzung bekanntlich selten tolerant. Stichwort Besitzstörungsklage.

Diesbezüglich ausgetobt hat sich Dienstagabend auch eine junge Autolenkerin auf dem Parkplatz des Shoppingcenters Südring in Klagenfurt. Mehrmals gab die 20-Jährige mit ihrem 3er-BMW Vollgas, um den Wagen dann in die Kurve zu schleudern. Was sie allerdings nicht wusste: Sie wurde dabei von der Polizei beobachtet.

Kein Kavaliersdelikt
Die Beamten schritten schließlich ein, stoppten das Drift-Training und nahmen der Probeführerscheinbesitzerin vorläufig die Fahrzeugpapiere sowie die Kennzeichen ab. Basierend auf Paragraf 102, Absatz 3c des Kraftfahrgesetzes. Wonach starke Anfahrbeschleunigungen, ein abruptes Abbremsen, Schleuderbewegungen sowie das Driften oder schnelles Kreisenlassen des Fahrzeugs um die eigene Achse verboten sind. Anzeige!

Tipp: Wer sein Fahrkönnen optimieren, oder einfach nur aus Spaß sein Fahrzeug ins Schleudern bringen möchte, kann dies jederzeit und legal bei den Autofahrerklubs ARBÖ und ÖAMTC tun. 

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