Nach einem gezündeten Böller, der in der Innenstadt zwölf Fenster zerstörte, sorgen nun andere Silvesterraketen für Ärger in Klagenfurt: Müllberge, die nach dem Jahreswechsel einfach zurückgelassen wurden, regen auf. Die Stadtpolitik reagiert.
„Vermutlich bin ich nicht die Einzige, die auf das Thema Silvesternacht, Feuerwerk und Böller aufmerksam machen möchte“, meldete sich eine Klagenfurterin bei der „Krone“. Bei einem Spaziergang am Kreuzbergl, dem Naherholungsgebiet der Landeshauptstadt, habe es ihr im neuen Jahr die Sprache verschlagen.
Neben den Mülleimern stapelten sich Abfälle, Verpackungen von Feuerwehrkörpern, Plastiksäcke und leere Getränkeflaschen. Feuer- und Feierwütige hatten das Müll-Chaos nach Silvester einfach zurückgelassen.
„Nicht nur, dass so nah am Naturschutzgebiet und Wald Feuerwerke gezündet werden“, regt die „Krone“-Leserin auf. Sie kritisiert: „Dann wird auch noch der Müll einfach so hinterlassen! Ich möchte mich nicht als Moralapostel aufspielen, aber es ist unfassbar, wie wenig die Menschen nachdenken und wie manche handeln.“
Die Mistkübel am Kreuzbergl sind völlig überfüllt, rundherum liegt der Müll mehrere Meter weit verbreitet. Kein schöner Anblick für Spaziergänger und Familien, die gern den nahen Spielplatz nutzen.
Erste Konsequenzen nach Silvesternacht
Das Stadtgartenamt musste gleich im neuen Jahr stundenlang hinter den Böllersündern aufräumen, die Reinigungstouren dauerten in diesem Jahr viel länger als in der Vergangenheit. „Es kam zu einer erheblichen Verschmutzung, heuer wurde furchtbar viel Müll hinterlassen“, bestätigt der zuständige Stadtrat Julian Geier (ÖVP).
Er will sich dem Thema schnell annehmen: „Wir werden das Zünden von Feuerwerkskörpern in den städtischen Parkanlagen verbieten“, kündigt er eine Änderung der Grünanlagenverordnung an. Dafür muss allerdings der Gemeinderat zustimmen.
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