Jugend musiziert

Das neue Jahr musikalisch willkommen geheißen

Vorarlberg
02.01.2026 16:00

In Wien, und nicht nur dort, begrüßen die großen Orchester das neue Jahr. In Vorarlberg tun dies traditionell die Jugendorchester des Landes, heuer war keine Ausnahme. 

Das heurige Jahr ist eines der Jubiläen. So feiert die Musikschule „tonart“ Mittleres Rheintal ihr fünfzigjähriges Bestehen, das ihr zugehörige Jugendorchester gibt es seit dreißig Jahren. Markus Pferscher, der dieses Orchester seit 1997 dirigiert, hat aus diesem Anlass das Programm traditionell gestaltet und den Orchesterverein Götzis zur Mitwirkung eingeladen. Ein Zeichen dafür, dass Zukunft im Zusammenwirken gelingen kann, wie bei den Grußworten und Moderationen, letztere von Isabella Pincsek, mehrfach betont wurde.

Und nachdem in den letzten Jahren immer wieder Jazz und Pop im Neujahrskonzert Platz griff, spielte man heuer im ersten Teil Klassik aus Russland und Skandinavien, darunter die eindrucksvolle Tondichtung von Jean Sibelius „Finlandia“. Im zweiten Teil gab es Walzer und Polkas, als Höhepunkt der wunderbar schwingend musizierte „Donauwalzer“, zuvor unter anderem die Polka „Feuerfest“, für die eigens ein Amboss auf die Bühne geholt wurde, den ein Schlagwerker des Orchesters zusammen mit Wolfgang Brändle vom Vorstand des Lions-Clubs, ausgestattet mit Lederschürzen, klangvoll bearbeiteten.

Verdiente Standing Ovations
Denn das Neujahrskonzert der Musikschule Mittleres Rheintal fand auch in diesem Jahr zugunsten des Lions Clubs Hohenems statt. Das ist so sympathisch wie alles, was in diesem Konzert abläuft. Die Stimmung im Saal und auf dem Podium ist großartig, die Standing Ovations nach dem Radetzky-Marsch kommen zu Recht und beweisen, dass echt gepflegte Tradition auch heute die Herzen berührt.

Das Jugendsinfonieorchester Dornbirn hatte das 125-Jahr-Jubiläum der Stadt Dornbirn im Gepäck.
Das Jugendsinfonieorchester Dornbirn hatte das 125-Jahr-Jubiläum der Stadt Dornbirn im Gepäck.(Bild: Stefan Hauer)

Traditionell ging es auch beim Silvester-Neujahrskonzert des Jugendsinfonieorchesters Dornbirn zu, denn auch hier gibt es ein Jubiläum zu feiern. Vor 125 Jahren wurde Dornbirn zur Stadt erhoben. So nahm man das Werk eines Dornbirner Komponisten ins Programm auf. Es war „Pour Camille“ von Thomas Thurnher, eine „Elegie für Orchester“ mit traurigem Inhalt – das Werk wurde 2018 vom SOV uraufgeführt. Warum hat man dem fleißigen Thomas Thurnher keinen Kompositionsauftrag gegeben? Er hätte sicher etwas schreiben können, das dem festlichen Anlass mehr entspricht. Ansonsten gab es im ersten Teil Musik aus Opern und Operetten, moderiert von zwei jungen Orchestermitgliedern im Dornbirner Dialekt – das war schon zu Zeiten Guntram Simmas so, dem Gründer und langjährigen Leiter des Orchesters.

Und auch 2016 kamen im zweiten Teil Walzer und Polkas der Strauß-Dynastie zum Klingen. Die jungen Musiker unter der Leitung von Matthias Seewald spielten das alles bemerkenswert klar und sauber, jedoch wären etwas mehr Schwung und Musizierfreude noch lange nicht übertrieben. Freundlicher Applaus.

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