12 Varianten bestellt

Erste neue Radpanzer fürs Bundesheer stehen bereit

Österreich
19.12.2025 07:31
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das Bundesheer hat die ersten bestellten Mannschaftstransportpanzer des Typs „Pandur Evolution“ erhalten: Die Fahrzeuge des Rad- und Kettenfahrzeugherstellers General Dynamics European Land Systems-Steyr (GDELS) wurden am Donnerstag von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer vorgestellt.

Die Neubestellung im Wert von 1,8 Milliarden Euro gab das Verteidigungsministerium bereits Anfang 2024 in Auftrag. Jetzt sind die ersten neun von 225 bestellten Fahrzeugen fertig, bis 2032 soll die Auslieferung aller Radpanzer abgeschlossen sein. Die Fertigung folgt in zwölf Varianten, davon werden etwa einige Panzer mit Mastsystemen zur Aufklärung ausgestattet. 36 Panzer sollen mit dem Flugabwehrsystem „Skyranger“ Drohnen abwehren können. Wie auch das Vorgängermodell „Pandur“ sollen die „Pandur Evolution“-Panzer österreichweit in Infanterieverbänden und bei Auslandsmissionen des Bundesheers im Kosovo und in Bosnien und Herzegowina zum Einsatz kommen.

Die Infografik stellt zwei Panzer des Bundesheers im Vergleich dar. Der Radpanzer Pandur 6x6 Evolution ist 6,5 Meter lang, wiegt 19,5 Tonnen und erreicht 105 km/h. Er bietet Platz für 3 Besatzungsmitglieder und 8 weitere Personen. Der Schützenpanzer Ulan ist 7,3 Meter lang, wiegt 31 Tonnen und erreicht 70 km/h. Auch er bietet Platz für 3 Besatzungsmitglieder und 8 weitere Personen. Seine Bewaffnung umfasst eine 30-mm-Maschinenkanone und ein 7,62-mm-Maschinengewehr. Quelle: GDELS.

Auch modernisierte Schützenpanzer fertig
Neben den „Pandur“-Panzern wird GDELS 2026 auch die ersten modernisierten „Ulan“-Panzer ans Bundesheer liefern. Von den 112 Schützenpanzern, die seit 2003 beim Bundesheer im Einsatz sind, werden momentan 18 Panzer gleichzeitig über eine Dauer von sechs Monaten in Wien-Simmering modernisiert. Die Modernisierung des Gesamtbestands soll bis 2030 abgeschlossen sein und kostet nach Angaben des Verteidigungsministeriums 370 Mio. Euro.

Die Neubestellung bzw. Modernisierung des Panzerbestands ist Teil des militärischen „Aufbauplans 2032+“. Tanner und Hattmannsdorfer (beide ÖVP) betonten im Rahmen der Besichtigung auch, dass die Beschaffungen des Bundesheers wesentliche Beiträge für die Wertschöpfung leisteten und eine aktive Industriepolitik im Sicherheits- und Verteidigungsbereich für den Wirtschaftsstandort Österreich von Bedeutung seien, da die Neubestellung und Modernisierung der Panzerflotte unter Beteiligung von über 200 österreichischen Unternehmen erfolgten. GDELS plant 2026 seinen Personalstand von 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf 300 zu erhöhen, um den Aufträgen nachkommen zu können.

Außenwirtschaftsgesetzesnovelle angekündigt
Hattmannsdorfer kündigte im Rahmen der Besichtigung auch an, Anfang 2026 eine Novelle zum Außenwirtschaftsgesetz zu präsentieren, wie das Ö1-Morgenjournal am Freitag berichtete: „Wenn wir am Weltmarkt bestehen wollen, müssen Genehmigungsprozesse schneller und effektiver gestaltet werden.“ Mit der Novelle will der Wirtschaftsminister den Export von sogenannten „Dual Use“-Gütern, die sowohl militärisch als auch zivil eingesetzt werden können, erleichtern. Das Außenwirtschaftsgesetz wurde zuletzt 2020 reformiert.

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