Land unter in Marokko

Schlamm reißt Autos mit: Mindestens 37 Tote

Ausland
15.12.2025 10:46
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Marokko sind durch Starkregen und Überschwemmungen in der Hafenstadt Safi mindestens 37 Menschen ums Leben gekommen. 14 Personen wurden verletzt.

Bilder von schlammigen Wassermassen, die Autos und Mülltonnen durch die Straßen der Hafenstadt spülten, gingen durch die sozialen Netzwerke. Auch Zufahrtsstraßen konnten wegen des Hochwassers nicht befahren werden. Mindestens 70 Häuser und Geschäfte in der Altstadt waren überflutet. Für Dienstag hat der marokkanische Wetterdienst weitere heftige Regenfälle vorhergesagt.

Außerordentliche Gewitter hätten sich am Sonntagabend in der Provinz Safi ereignet, die an der Atlantikküste südlich von Rabat liegt, berichtete die Staatsagentur MAP. Daraufhin sei es innerhalb von kurzer Zeit zu massiven Sturzfluten gekommen. Retter holten Überlebende und Opfer aus den Wassermassen und suchten nach Vermissten. Der Schulunterricht wurde für drei Tage ausgesetzt.

Menschen waten nach einer Sturzflut durch die Straßen.
Menschen waten nach einer Sturzflut durch die Straßen.(Bild: AFP/-)

Lage verschärft sich durch Klimawandel
In Marokko, das seit sieben Jahren unter einer schweren Dürre leidet, sind Unwetter und Überschwemmungen im Herbst und Winter nicht ungewöhnlich. Experten zufolge führt der Klimawandel aber dazu, dass die Niederschläge intensiver ausfallen als in der Vergangenheit, weil eine wärmere Atmosphäre mehr Luftfeuchtigkeit aufnimmt und höhere Meerestemperaturen Stürme verstärken können.

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