Nach Transplantation

Mann stirbt an Tollwut wegen Spender-Niere

Ausland
10.12.2025 19:17
Porträt von krone.at
Von krone.at

Es klingt fast wie in einem Thriller, ist aber schreckliche Realität: Ein Mann im US-Staat Michigan ist an Tollwut gestorben. Der Mann hatte sich nicht etwa bei einem kranken Tier angesteckt – ihm war eine mit Tollwut verseuchte Niere transplantiert worden.

Der Mann, dessen Name und Alter nicht bekannt sind, fing fünf Wochen nach der Nieren-Transplantation ohne ersichtlichen Grund an zu schwächeln. Er wurde zittrig, konnte den Harn nicht mehr zurückhalten, hatte Probleme mit den Beinen und war verwirrt. Nach einer Woche bekam der Mann auch noch Fieber und entwickelte eine Angst vor Wasser, wie im veröffentlichten Fallbericht steht.

Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert und verstarb dort auch wenig später. Schon vor dem Tod des Mannes wurden Tests durchgeführt, deren Ergebnisse den Verdacht auf Tollwut laut werden ließen. Doch erst nach seinem Tod brachten Hirngewebeproben Gewissheit: Der Mann war an Tollwut gestorben. 

Kein Kontakt zu Tieren
Das Merkwürdige daran war, dass der Mann keinen Kontakt zu Tieren hatte. Weitere Nachforschungen zeigten, dass sich nicht der Mann selbst mit Tollwut infiziert hatte, sondern sein Organspender. Dieser war nämlich zwei Monate vor seinem Tod im Oktober 2024 von einem Stinktier am Bein gekratzt worden, erzählten Familienmitglieder jetzt. Der spätere Organspender aus dem US-Staat Ohio dachte sich nicht viel dabei, denn das Stinktier hatte gerade Jagd auf eine Katze gemacht und ihn dabei am Bein erwischt. Es wird vermutet, dass sich das Stinktier bei einer Fledermaus mit Tollwut angesteckt hatte.

Spender starb an Tollwut
Doch rund fünf Wochen nach diesem Vorfall habe der Spender Schluckbeschwerden bekommen und Halluzinationen erlebt. Er sei insgesamt verwirrt gewesen und habe auch mit dem Gehen Probleme gehabt, berichtet die Familie. Nach einem mutmaßlichen Herzstillstand wurde der Mann ins Krankenhaus eingeliefert, in dem er wenig später starb – an Tollwut, wie sich später herausstellen sollte. 

Einige Organe des Verstorbenen wurden gespendet: das Herz, die Lunge, beide Hornhäute und die linke Niere. Diese hatte wenig später der inzwischen verstorbene Mann aus Michigan bekommen. Das ist der vierte Fall dieser Art in den USA seit 1978, heißt es in dem Fallbericht. Die Autorinnen und Autoren betonen aber: „Das Risiko einer Infektion nach einer Transplantation, einschließlich Tollwut, ist jedoch gering.“

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