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Banden stehlen in Deutschland alte Fette und Öle

Ausland
03.12.2025 16:14
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Deutschland stehlen kriminelle Banden derzeit immer wieder alte Öle und Speisefette aus Restaurants. Diese sind üblicherweise in den Hinterhöfen der Lokale gelagert. Die Täterinnen und Täter schöpfen das Fett mit Kübeln ab oder stehlen es gleich samt der Behälter.

Das Fett sei durchaus noch wertvoll, teilte der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) mit. Es werde etwa für die Herstellung von Biodiesel gebraucht. Da für die Nutzung aber strenge Zertifizierungspflichten gelten, verkaufen Diebinnen und Diebe ihre gestohlene Ware über inoffizielle Kanäle gegen Bargeld, insbesondere Richtung Niederlande.

2023 seien in ganz Deutschland mehr als 7000 Fälle angezeigt worden.„Unsere Mitgliedsunternehmen beobachten seit 2022 einen massiven Anstieg“, sagte der BDE. Verurteilt werde aber fast nie jemand, häufig würde auf vermeintliche Bagatelldelikte verwiesen. Tatsächlich würden sich Kriminelle organisieren und arbeitsteilig vorgehen.

Schaden für Gastronomie und Entsorgungsunternehmen
Laut der Entsorgungsbranche fallen jährlich rund 120.000 Tonnen Altspeisefett in Deutschland an. Der Verband beklagt einen Millionenschaden, den sowohl die Gastronomie als auch deren Entsorgungsunternehmen hätten. Üblicherweise verkaufen Lokalbesitzerinnen und Lokalbesitzer das Fett an Recyclingunternehmen und diese verkaufen es an Raffinerien oder Aufbereitungsanlagen weiter. Pro 1000 Kilogramm Altfett werden bis zu 900 Euro gezahlt.

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