Die Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) hat das Monitoring von Krankheitserregern im Abwasser in Österreich erweitert: Neben Corona werden nun auch Influenza A und B sowie RSV überwacht. Dafür werden regelmäßig 24-Stunden-Mischproben aus 20 Kläranlagen in ganz Österreich entnommen.
Diese werden gekühlt transportiert und in den AGES-Laboren molekularbiologisch analysiert. Die Ergebnisse, sprich die Viruslasten und zirkulierenden Corona-Varianten, sind tagesaktuell auf der Website der Agentur abrufbar. Demnach sind derzeit vor allem die Corona-Varianten XFG und NB.1.8.1 verbreitet, gefolgt von BA.2.86 und sonstigen Varianten. Influenza wurde am 24. November (letztes öffentlich einsehbares Ergebnis, Anm.) in 15 Prozent der Proben nachgewiesen, RSV zuletzt (24. November 2025, Anm.) in allen nicht. Probleme bei der Probeentnahme oder der Laboranalytik könnten dazu führen, dass in einer Woche nicht von allen Kläranlagen Messwerte vorlägen, heißt es.
Bisher hatten das Abwassermonitoring die Med Uni Innsbruck und das Forschungszentrum für Molekulare Medizin (CeMM) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) durchgeführt. „Die epidemiologische Lagebeurteilung erfolgt durch die Implementierung von Trenderkennungs- und Frühwarnfunktionen – ein wichtiger Beitrag für vorausschauende Planungen und Vorbereitungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit“, sagte Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) am Dienstag. Frequenz und Auswahl der untersuchten Erreger könnten an aktuelle Erfordernisse angepasst werden, das neue System sei flexibel.
Das Abwassermonitoring wurde vor dem Hintergrund europäischer Vorgaben etabliert: Die neue Kommunale Abwasserrichtlinie der EU sieht bei gesundheitlichen Notlagen eine rasche Beobachtung von Erregern vor.
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