Schock in Südtirol

„Bergfexe“ mit Sneakern aus Hochgebirge gerettet

Ausland
01.12.2025 15:14
Porträt von krone.at
Von krone.at

Felsig, rutschig, lebensgefährlich: Fünf junge Erwachsene wurden am Samstag von der Südtiroler Bergwacht aus einer höchst lawinengefährdeten Zone mitten in den Dolomiten gerettet. Bedenklich war dabei ihr Schuhwerk: Die Gruppe stapfte lediglich mit Halbschuhen durch den Schnee im hochalpinen Gelände.

Dieser Einsatz dürfte bei der Bergrettung mal wieder für Kopfschütteln gesorgt haben. Am Samstagmittag ging bei der Bergwacht ein Notruf wegen fünf jungen Erwachsenen ein, die sich mit Halbschuhen (!) bis an den Fuß der Nordwand der Sass Rigais begaben und dort weder vor noch zurückkonnten – sie steckten fest. Die Gruppe geriet zunehmend in Panik und setzte einen Notruf bei der italienischen Bergwacht Villnöß ab, wie das Schweizer Medium „Blick.ch“ berichtete.

Mit Halbschuhen im Hochgebirge
Der Gipfel Saiss Rigais ist der Hauptberg der Geislergruppe und fällt durch seine markante, wuchtige Form weithin auf. Das Gelände rund um die Gipfelgruppe ist felsdurchsetzt, der Aufstieg äußerst steil. Mit einer Höhe von 3025 Metern ist der Saiss Rigais zusammen mit der benachbarten Furchetta der höchste Gipfel der Geislergruppe.

Lawinen, Schnee, Felsen: Erhöhte Vorsicht geboten
Im äußerst steilen und lawinengefährdeten Gebiet kann man nur von Glück sprechen, dass der Einsatz glimpflich endete, hieß es von den Bergrettern. Besonders im Hochgebirge sei gerade in dieser Jahreszeit große Vorsicht geboten.

Die italienische Bergwacht warnt deutlich: „Nur mit Erfahrung, passender Sicherheitsausrüstung wie LVS-Gerät (Lawinenverschüttetensuchgerät), Sonde und Schaufel sowie gesundem Menschenverstand sollte man sich in solche Gebiete begeben.“ Die Jugendlichen kamen ohne Verletzungen davon und wurden mittels Helikopter nach unten ins Tal gebracht.

Die waghalsige Route der fünfköpfigen Gruppe.
Die waghalsige Route der fünfköpfigen Gruppe.(Bild: Bergrettung Villnöß)
Kurz vor dem Beginn der steilen Felswand setzte die Gruppe den Notruf ab.
Kurz vor dem Beginn der steilen Felswand setzte die Gruppe den Notruf ab.(Bild: Bergrettung Villnöß)

Immer wieder unnötige Einsätze in den Alpen
Bergretter mahnen ausdrücklich zur Vorsicht, denn immer wieder geraten Berggänger in Not, weil sie nicht über passendes Equipment verfügen oder ihre Kondition überschätzen. Erst am Sonntag mussten zwei Deutsche in Tirol wegen tiefen Schnees ihren Aufstieg abbrechen und einen Notruf absetzen.

In Niederösterreich gerieten zwei junge Wiener (16,17) am Sonntagnachmittag in Not, weil sie ebenfalls mit Sneakern unterwegs waren und völlig erschöpft den Abstieg nicht mehr schafften.

Wenige Wochen zuvor riefen zwei Männer aus Simbabwe in den Zillertaler Alpen auf knapp 3000 Metern Höhe wegen Angst vor dem Schnee die Rettung. Alle Gruppen konnten anschließend mit einem Hubschrauber sicher geborgen werden.

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