Terrorgefahr im Advent: Die Sicherheitslage auch in Österreich ist aufgrund des Nahost-Konfliktes weiterhin angespannt. Laut Verfassungsschutz „bleibt die Gefährdung durch islamistisch motivierte Akteure hoch“. Im Visier der Fanatiker stehen dabei auch Christkindlmärkte.
Der Hass auf Israel und alles Westliche vereint die radikalen Fans der IS-Mörderbande und anderer Terrorgruppen dieser Welt. Auch der äußerst brüchige Gaza-Frieden hat die angespannte Sicherheitslage nicht beruhigt.
„Code Orange“ wegen TikTok-Fanatiker
Radikales Gedankengut gewinnt durch islamistische Influencer auf TikTok oder anderen sozialen Medien nach wie vor Zulauf. Die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) analysiert in ihrem Lagebild laufend die Bedrohungsbilder. Aktuell beobachtet der heimische Verfassungsschutz jedenfalls rund 130 islamistische Gefährder. Also Personen, die – oftmals über das Internet – sich dermaßen radikalisiert haben, dass sie quasi als tickende Zeitbomben gelten.
Derzeit gibt es zwar keine Hinweise auf Terrorpläne, aber die nach dem Hamas-Massaker und Israels Gegenschlag mit dem Einmarsch in Gaza vor zwei Jahren von 3 auf 4 erhöhte Warnstufe bleibt. „Code Orange“ bedeutet im Klartext eben eine „konkrete Gefährdungslage und eine gestiegene Anschlagsgefahr“.
Zwischen Punsch, Terror-Pollern und Sturmgewehren
Deshalb verstärkt die Polizei heuer wieder ihre Präsenz auf den Christkindlmärkten quer durchs Land. Auch die leidigen Poller, um Auto- oder Lkw-Anschläge zu verhindern, prägen wieder das Bild der Städte.
Die Menschen sollen einen sicheren und schönen Advent feiern können. Auch robust ausgerüstete Polizeidirektion-Einheiten werden als Fußstreifen präsent sein.
ÖVP-Innenminister Gerhard Karner zur Sicherheitslage
Innenminister Gerhard Karner gibt den Marschbefehl vor: „Die Menschen sollen einen sicheren und schönen Advent feiern können. Zivile Beamte des Verfassungsschutzes und auch robust ausgerüstete Einheiten der Polizeidirektion (Anmerkung: teils mit schwerer Bewaffnung wie Sturmgewehre) werden als sichtbare Fußstreifen präsent sein.“
Ziel sei ein höchstmögliches Maß an Sicherheit, Maßnahmen würden in enger Abstimmung mit Veranstaltungs- und Sicherheitsbehörden umgesetzt. Dass neben Taschelziehern und Trickdieben die erhöhte Wachsamkeit wegen Anschlagsgefahr notwendig ist, zeigt die jüngste Verurteilung eines jungen IS-Schläfers zu 15 Jahren Haft in Salzburg.
Zwei Prozesse wegen Terror auf Weihnachtsmärkten
Der 22-jährige Afghane hatte zu Weihnachten im Vorjahr einen teuflischen Terroranschlag auf den Christkindlmarkt, die Festung Hohensalzburg und den Bahnhof durchführen wollen.
Und in Deutschland läuft gerade der Prozess gegen das in einem Glaskäfig weggesperrte „Monster von Magdeburg“. Der gebürtig aus Saudi-Arabien stammende Mann hatte mit einem BMW-Geländewagen sechs Menschen vier Tage vor Weihnachten 2024 totgefahren.

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.