Gefahr auch am Freitag

Lawine riss Skitourengeher in Stuben 100 Meter mit

Vorarlberg
27.11.2025 20:59

Donnerstagmittag hat sich ein Schneebrett in Stuben am Arlberg (Vorarlberg) gelöst und einen Skitourengeher mitgerissen. Der 46-jährige Deutsche wurde teilverschüttet und konnte sich selbstständig aus den Schneemassen befreien.

Er war gemeinsam mit vier anderen Wintersportlerinnen und Wintersportlern im Bereich Albonagrat unterwegs, als sich das Schneebrett löste und ihn ungefähr 100 Meter mitriss. Wie die Landespolizeidirektion Vorarlberg berichtete, blieb der Mann bei dem Unfall unverletzt und konnte selbstständig ins Tal fahren.

Zuvor hatte sich auch am Stubaier Gletscher in Tirol ein Lawinenabgang ereignet. Gegen 9.30 Uhr ging im Bereich der Daunscharte eine große Lawine ab. Acht Menschen wurden teilverschüttet, drei davon leicht verletzt, etwa am Unterarm und Knie. Die meisten von ihnen konnten sich laut einer Polizeisprecherin selbst aus den Schneemassen befreien, zwei wurden geborgen.

Schneebrett war bis zu zwei Meter hoch
Die Lawine dürfte von einer Person im freien Gelände ausgelöst worden sein, teilten die Stubaier Gletscherbahnen mit. Das Schneebrett sei bis zu zwei Meter hoch gewesen. Der betroffene Bereich der Piste wurde nach dem Unglück vorübergehend gesperrt.

Nur wenige Stunden zuvor ist in Tirol am Stubaier Gletscher eine Lawine abgegangen.
Nur wenige Stunden zuvor ist in Tirol am Stubaier Gletscher eine Lawine abgegangen.(Bild: Webcam Stubaier Gletscher)

Alpenverein: „Notfallausrüstung für freies Gelände“
In den vergangenen Tagen fiel im Tiroler Hochgebirge viel Schnee, am Stubaier Gletscher liegen derzeit 70 Zentimeter Neuschnee. Zudem war es auch immer wieder stürmisch. Bei Wind kann sich laut Fachleuten Triebschnee sammeln, was wiederum Lawinen begünstigt.

Der Österreichische Alpenverein warnte, dass die Lawinengefahr auch am Freitag noch hoch sei. Der Verein rief dazu auf, Hänge über 30 Grad zu meiden und vorsichtig unterwegs zu sein. „Für Variantenfahrer und Skitourengeher besteht derzeit besondere Gefahr durch frische Triebschneeansammlungen, die durch Neuschnee und starken, drehenden Wind entstanden sind. Zusätzlich ist das Altschneeproblem vor allem oberhalb von 2800 Meter Höhe in steilen Nordhängen besonders heikel“, sagte Jörg Randl vom Alpenverein.

Im freien Gelände, abseits der Pisten, müsse unbedingt eine vollständige Notfallausrüstung mitgenommen werden. „Dazu gehört ein funktionsfähiges 3-Antennen-LVS-Gerät, eine Sonde, eine stabile Lawinenschaufel aus Aluminium, ein Mobiltelefon, ein Erste-Hilfe-Set, eine Rettungsdecke und ein Biwaksack. Empfohlen werden außerdem ein Lawinen-Airbag sowie ein Skihelm, besonders wegen der heiklen Übergangsbereiche mit möglichem Steinkontakt“, sagte Randl. In Tirol hatte ein Teil der Wintersportlerinnen und Wintersportler jetzt Lawinenairbags mit.

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