Das Triforêt in Hinterstoder ist sehr gut ausgelastet, dennoch schlitterte die Betreibergesellschaft im Mai die in Pleite, die Sanierung scheiterte. Nun plant der neuer Mehrheitseigentümer die nahtlose Fortführung des Betriebs. Dafür wurden mittlerweile auch alle notwendigen Verträge unterzeichnet.
Von Euphorie, Aufbruchstimmung bis hin zu zurückhaltender Skepsis: So unterschiedlich fallen die Kommentare zur Neuübernahme des Triforêt-Alpine-Resorts in Hinterstoder aus. Wie berichtet, hat sich Unternehmer Friedrich Huemer (68) die Mehrheitseigentümerrechte gesichert. Er plant einen Neustart mit neuen Betreibern.
Im Mai schlitterte die (Noch)-Betreibergesellschaft mit 1,7 Millionen Euro in die Pleite. Der Insolvenzverwalter kündigte ihr Aus mit Ende der Wintersaison an. „Das Hotel wird deswegen nicht geschlossen, sondern von einem kompetenten Betreiber fortgeführt werden“, so Huemer. Am Freitag, 21. November, seien die Verträge unterzeichnet worden, die eine Fortführung sicherstellen würden.
Eigene Gesellschaft gegründet
Er hat mit Michael Fröhlich, der weiterhin mit rund 25 Prozent an der Besitzgesellschaft beteiligt bleibt, nun eine eigene Betreibergesellschaft gegründet. Sie soll das Hotel mit 180 Betten während einer Übergangsphase führen. Langfristig ist die Übergabe des Betriebs an einen professionellen Hotelbetreiber vorgesehen.
Für mich ist nicht die Eigentümerstruktur entscheidend. Wichtig ist, dass der Betrieb weitergeführt wird und das Hotel belebt bleibt.
Klaus Aitzetmüller, ÖVP-Bürgermeister
Bürgermeister Klaus Aitzetmüller (ÖVP) meint dazu: „Die Eigentümerstruktur ist nicht entscheidend. Wichtig ist, dass das Hotel betrieben wird und belebt bleibt.“ Für den Ort sei das Hotel eine absolute Bereicherung. „Es ist sehr gut ausgelastet“, so der Ortschef weiter. Ins gleiche Horn stößt auch Bergbahnen-Chef Helmut Holzinger, der das Triforêt als bestes Hotel des einstigen Ski-Weltcuports bezeichnet.
Das Triforêt zählt 30.000 Nächtigungen, es ist das beste Hotel in ganz Hinterstoder. Es bietet den Gästen alles, was das Herz begehrt.
Helmut Holzinger, Bergbahnen-Chef.
Unruhe brachte in der Vergangenheit nicht nur die Insolvenz des Betreibers. Grüne und Neos hatten Tourismuslandesrat Markus Achleitner (VP) für die Förderung des Hotelprojekts in der Höhe von zwei Millionen Euro kritisiert. Laut Huemer seien jedoch erst 650.000 Euro geflossen. Das politische Hickhack habe dem Hotelprojekt viel Schaden hinzugefügt, erklärt Huemer in einem Interview mit dem „ORF OÖ“.
Doch nun scheint klar: Das Triforêt im verschneiten Hinterstoder soll über diesen Winter hinaus geöffnet bleiben.
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