Kritische Situationen

Neues Hightechgerät rettet Frühgeborenen das Leben

Burgenland
16.11.2025 06:00
Porträt von Burgenland-Krone
Von Burgenland-Krone

Am Montag ist „Tag der Frühchen“. Im Landesklinikum in Oberwart sind diese dank einer neuen Investition auch im Notfall bestens versorgt.

Rund 15 Millionen Babys weltweit werden jedes Jahr zu früh geboren. Damit handelt es sich um die größte Kinder-Patientengruppe überhaupt. Im Notfall, etwa bei Atemnot, müssen die Atemwege rasch stabilisiert werden. Dafür wird ein Tubus über Mund oder Nase in die Luftröhre eingeführt – ein Eingriff, der äußerste Präzision und Routine verlangt.

Damit dies künftig schonend möglich ist, hat das Landesklinikum Oberwart in ein Hightech-Gerät für sichere Intubation und Atemwegsdiagnostik bei Neugeborenen investiert: das Videolaryngoskop mit Bronchoskopie-Station. Dieses Spitzeninstrument setzt neue Standards in Exaktheit Bildqualität und Handhabung und dient dazu, den empfindlichen Kehlkopf und die Stimmritze sichtbar zu machen – also jenen Bereich, durch den der Beatmungsschlauch eingeführt wird.

Frühgeborene sind oft gefährdet, weil viele ihrer Organe und Körperfunktionen bei der Geburt ...
Frühgeborene sind oft gefährdet, weil viele ihrer Organe und Körperfunktionen bei der Geburt noch nicht vollständig ausgereift sind. Dadurch können lebenswichtige Prozesse nur eingeschränkt funktionieren.(Bild: Markus Wenzel)

Anschaffung des Gerätes bringt viele Vorteile
Im Gegensatz zum herkömmlichen Laryngoskop, das nur über einen kleinen Spiegel oder direkte Sicht funktioniert, verfügt das Videolaryngoskop über eine hochauflösende Miniaturkamera, eine Lichtquelle und einen Monitor, auf dem Ärzte das stark vergrößerte Bild in Echtzeit sehen.

Zusätzlich können mit dem flexiblen Bronchoskop auch komplizierte oder verlegte Atemwege beurteilt werden – etwa bei Fehlbildungen im Kieferbereich oder bei Fremdkörpern in den Atemwegen. Auch die Reinigung und Sicherung der Atemwege ist unter Sicht möglich, was bei Notfällen oder beim Transport in spezialisierte Zentren von großer Bedeutung ist. Zudem ermöglicht das Gerät angehenden Kinderfachärzten, die Intubation sowohl an Simulationspuppen als auch unter Supervision zu erlernen.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil mit Primarius Ernst Prethaler und Gesundheitsmanager Franz ...
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil mit Primarius Ernst Prethaler und Gesundheitsmanager Franz Öller.(Bild: LMS)

„Dieses Gerät ist ein großer Gewinn für unser Team. Es verbessert die Möglichkeiten in der Neonatologie und Pädiatrie erheblich und hilft, Neu- und Frühgeborene in Akutsituationen noch besser versorgen zu können“, freut sich Primarius Ernst Prethaler, der Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde mit Neonatologie.

„Wenn es um unsere Kleinsten geht, zählt jede Sekunde und jede Verbesserung. Diese Investition steht exemplarisch für unseren Anspruch, modernste Medizintechnik für die Sicherheit und Versorgung der Burgenländer einzusetzen“, erklärt Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

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