Bildungsreform in NÖ

FPÖ fordert: „Kein Kulturkampf im Klassenzimmer!“

Niederösterreich
06.11.2025 13:33

Niederösterreichs Freiheitliche vertreten in Debatte um die Reform des Schulwesens einen strikten Kurs.  Heimische Werte müssten hochgehalten, Leistungsgruppen wieder eingeführt werden. Und das Kreuz im Klassenzimmer soll bleiben.

Beim Blick auf das heimische Schulsystem steigen Helmut Fiedler regelrecht die Grausbirnen auf: „So zerstört man die Zukunft“, fasst der Bildungssprecher der FPÖ im niederösterreichischen Landtag sein Urteil über die vorherrschende Bildungspolitik in harsche Worte.

Viele Hemmschuhe in der Schule
Die Grundübel aus seiner Sicht: 20 Prozent der Schüler in Niederösterreich haben nicht Deutsch als Erstsprache, mangelnde Integrationsbereitschaft vieler Schüler und Eltern, die „linke Ideologie der Gesamtschule“ und eine Lehrerausbildung, „die den Pädagogen nicht das Rüstzeug gibt, um mit diesen Herausforderungen fertig zu werden“.

Sonderstellung für das Kreuz
„Wir sollten nicht über die Verschiebung von Verwaltungskompetenzen in der Bildung reden, sondern darüber, was in den Schulen passiert“, drängt Fiedler auf grundlegendere Reformen. Er ortet derzeit einen wahren „Kulturkampf in den Klassenzimmern“. In Anspielung auf die Kopftuch-Debatte stellt der FPÖ-Politiker seinen Standpunkt klar: „Es darf keine religiösen Sonderrechte in der Schule geben.“ Das Kreuz habe eine Sonderstellung: „Unsere Heimat basiert ja auf dem Christentum.“

Reformen gefordert – aber wie umsetzen?
Da hakt Fiedler auch mit seinen Forderungen ein. Anpassung an heimische Werte und Traditionen müsse auf dem Stundenplan stehen, ebenso eine tägliche Bewegungseinheit. Zudem tritt der freiheitliche Bildungssprecher für die Wiedereinführung von Leistungsgruppen sogar schon in der Volksschule ein. „Denn eine Schule ohne Leistungsdifferenzierung produziert Gleichstand, aber auf dem Niveau der Schwächeren“, ist Fiedler überzeugt.

Antworten auf die Frage, wie er diese Forderungen in Niederösterreich umsetzen wolle, bleibt Fiedler allerdings schuldig.

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