Am Donnerstag fand die Premiere der Neuinszenierung von Thomas Bernhards „ Der Theatermacher“ statt. In der Hauptrolle: Herbert Föttinger, der damit seine letzte Saison als Direktor des Theaters an der Josefstadt eingeläutet hat. Die Entscheidung, die Rolle anzunehmen, ist aber nicht direkt gefallen.
Föttinger, der im Stück Staatsschauspieler Buscon verkörpert, spricht davon, dass die Hauptrolle die anstrengendste seines Lebens sei. Doch die neue Inszenierung von „Der Theatermacher“ ist auch etwas ganz Besonderes – nicht zuletzt, weil der ehemalige Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann in die Rolle des Regisseurs geschlüpft ist.
Als Hartmann dem Schauspieler vorschlug, das Stück aufzuführen, war die erste Reaktion eine skeptische. Föttinger habe sich gedacht: „Ich bin ein fauler Mensch. Ich will eigentlich gar nicht so viel Text lernen“. Auch die negativen Schlagzeilen, die um die Person des Direktors kursierten, sorgten dafür, dass das Projekt auf der Kippe stand. Doch die Devise war „kein Angsthase sein“ und so entschieden sich Föttinger und Hartmann dazu, den „Theatermacher“ gemeinsam auf die Bühne zu bringen.
Selbstkritik
Nach der Premiere wirkte Föttinger kaum erleichtert und erzählte, dass er nach all den Jahren immer noch selbst sein größter Kritiker sei. In die Zukunft blickt der Wiener aber durchaus positiv und so überwiegt bei seinem Abschied aus der Theaterwelt das lachende Auge: „Neue Kräfte müssen hier her und ich bin sehr sehr froh, dass ich mich jetzt mal zurückziehen kann.“
Für seine Kollegen und alle am Stück Beteiligten fand Föttinger durchweg lobende und wertschätzende Worte, allen voran galt sein Dank aber Matthias Hartmann. Auf die Frage, wie er die Zusammenarbeit in drei Worten beschreiben würde, antwortete er sogar mit vier: „Empathisch, phantasievoll, klug und genau.“
Unter den Gratulanten des Abends fanden sich viele Prominente wieder. Unter anderem Musiker Hubert von Goisern und Ex-Opernball-Lady Desiree Treichl-Stürgkh. Auch Moderatorin Bianca Schwarzjirg war mit Ehemann Michael Szymoniuk waren unter den Gästen.
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