Nach der Kritik von Teamchef Ralf Rangnick wagte die „Krone“ auch bei den OÖ-Klubs in der Regionalliga einen Blick auf den Legionärsanteil. Überraschend: Wallern ist mit 0 Ausländern eine Ausnahme – und in Zukunft dürfte die Legionärsquote noch weiter steigen.
Beim Schnitzel im Wirtshaus oder Steilpass im Stadion – ohne Ausländer wäre in Österreich beides nur heiße Luft! Die einen retten die Speisekarte, die anderen den Steilpass. Was nach Stammtisch klingt, ist Realität – und sorgt auch bei Ralf Rangnick für Stirnrunzeln. Er thematisierte gerade, dass beim Champions-League-Quali-Duell Sturm – Bodö bei Graz neun Legionäre in der Startelf standen – bei den Norwegern nur zwei, Sturm aber trotzdem den Kürzeren zog.
Ähnlich war’s bei Salzburg – Brügge: Die Belgier mit neun Einheimischen, Salzburg mit zwei – trotzdem war’s vorbei. Wer aber glaubt, die Ausländerflut beschränke sich auf die Top-Teams, haut daneben. „Klar wär’s sinnvoll, in der Bundesliga auf weniger Legionäre zu setzen – aber noch mehr gilt das für die Ligen darunter“, sagt Thomas Weißenböck, Chef der OÖFV-Trainerausbildung und Sportchef bei Regionalligisten Wallern.
Gurten mit drei Legionären
Für den es vorm Derby gegen LASK II 0:17 steht: in puncto Anzahl der Ausländerquote! Wallern hat laut transfermarkt.at keinen im 25-Mann-Kader, LASK II dagegen eine Quote von 53 %. Letztere ist aber auch bei kleineren Klubs teils hoch: Bei Oedt sind 12 von 24 Spielern Legionäre, bei Dietach zehn 10 von 24. Am unteren Ende der Skala: Gurten mit drei und Wallern mit 0.
Ohne Ausländer wirds schwer
Weißenböck: „Wir setzen bewusst auf Spieler aus der Region oder Akademien, um ihnen vielleicht beim Sprung nach oben zu helfen – und legen ihnen da auch nichts in den Weg.“ Gleichzeitig zeigt er Verständnis für die Legionärspolitik anderer Klubs: „Es gibt viele Regionalligisten - und da ist es oft schwer, ohne Ausländer eine Leistungsdichte zu erreichen.“ Seine Befürchtung: In Zukunft werde es noch mehr Legionäre in den 3. Ligen geben. Wegen Reform, dank der es ab Sommer 2026 stt drei vier e Regionlligen geb en wird – udn damit nich mehr Vereine, die gute Spieler benötigenGeorg Leblhuber
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