Spittaler Ortschef

Ehrenbürger in eigener Stadt? – Köfer verzichtet

Kärnten
01.07.2025 17:01

Der Spittaler Bürgermeister Gerhard Köfer wurde als Ehrenbürger nominiert. Doch nun lehnte der Team-Kärnten-Chef die Auszeichnung ab. Im „Krone“-Gespräch erklärt der Politiker seine Gründe dafür.

Eigentlich hätte Spittals Bürgermeister Gerhard Köfer Ehrenbürger seiner eigenen Gemeinde werden sollen (wir berichteten). Doch am Dienstag folgte die Wendung: „Ich verzichte“, gibt Köfer bekannt und bedankt sich beim zuständigen Kuratorium, das aus SP, FP, VP, Team Kärnten, NEOS und Grünen besteht, für die einstimmige Nominierung zum Ehrenbürger.

„Grüppchen gönnte mir Ehrenbürgerschaft nicht“
„24 von 31 Gemeinderäten haben dann auch dafür gestimmt – genau die nötige Mehrheit für eine Verleihung“, sagt der Spittaler Bürgermeister. „Ein Grüppchen von SP-Funktionären gönnte mir aus politischen Eifersüchteleien die Ehrenbürgerschaft nicht.“

Laut Köfer sollten solche Auszeichnungen verbinden, nicht für Spaltung sorgen. „Ein von Zusammenarbeit getragenes Klima im Gemeinderat zählt mehr als ein Titel“, betont der Politiker, der seit 20 Jahren Bürgermeister von Spittal ist – und damit der längstdienende Gemeindechef der Stadt.

Nicht nur wegen der langen Amtszeit wollte man ihm die Ehrenbürgerschaft verleihen, sondern auch wegen der Gründung des Vereins „Spittaler in Not“, weil er „250 Asylanten abgewehrt hat, die man 2022 in die Gabor-Halle einquartieren wollte“, des Ausbaus des Goldecks und anderen politischen Taten. „Es ist schade, aber da ist mir mein Titel ,Opa’ bedeutend wichtiger“, so der frischgebackene Großvater.

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