"Mauer der Schande"
Türkei: Proteste gegen Mauerbau an Syrien-Grenze
Die türkische Führung reagiert mit dem Mauerbau nach eigenen Angaben auch auf heftige Gefechte in der syrischen Grenzstadt Kamishli zwischen kurdischen Kämpfern und Dschihadisten, die immer stärkeren Zulauf inmitten der Bürgerkriegswirren erleben. Außerdem betonte Ankara, dass es sich nicht um eine vollwertige Mauer handeln würde, sondern stattdessen eine bereits bestehende Begrenzung mit Stacheldraht befestigt werde.
Bürgermeisterin trat aus Protest in den Hungerstreik
Die Errichtung der Mauer in der mehrheitlich von Kurden bewohnten Provinz sorgt seit Tagen für Empörung. Die Bürgermeisterin des türkischen Ortes Nusaybin, Ayse Gökkan, trat sogar für mehrere Tage in den Hungerstreik. Gökkan hatte das Bauwerk als "Mauer der Schande" bezeichnet, die das kurdische Volk auf beiden Seiten der Grenze trenne.
Türkei verspricht offene Arme für syrische Flüchtlinge
Die türkische Regierung verspricht jedoch trotz der verstärkten Sicherheit an der Grenze, die Politik der offenen Arme für die syrischen Flüchtlinge aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig werden die Friedensbemühungen zwischen Ankara und den kurdischen Separatisten durch den seit zweieinhalb Jahren tobenden Konflikt im Nachbarland enorm erschwert.












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