Schnellere Förderungen

Weniger Bürokratie in EU soll Weinbau beflügeln

Burgenland
22.05.2025 19:00

Der Absatz gerät ins Trudeln, das Klima ins Wanken und das Konsumverhalten ins Schleudern – mit neuen Herausforderungen sehen sich unsere Winzer konfrontiert. In Venedig debattierte der Ausschuss der Regionen mit Burgenland-Vertreter Robert Hergovich aktuelle Vorschläge der EU zur Stärkung des Weinmarktes: „Gezielte Maßnahmen sind dringend umzusetzen!“

Auf fruchtbaren Boden fällt die burgenländische Initiative in der Interregionalen Gruppe der EU, die frische Impulse zur Belebung des europäischen Weinmarktes setzt. Aktuell war – wie kurz berichtet – Robert Hergovich, Burgenlands Vertreter im Ausschuss der Regionen (AdR) und Präsident der Intergroup Wine, in Venedig, um Vorschläge der EU-Kommission zu debattieren.

Von Klimawandel bis neuen Trends
Zu den größten Herausforderungen für den Weinhandel zählen der Klimawandel und sich ändernde Verbrauchertrends. Unsicherheit bei den Geschäftspartnern stiften noch dazu Querschläge wie die US-Zollpolitik. Das Konzept aus Brüssel umfasst unter anderem die Verhinderung von Überproduktion, Flexibilität bei Anpflanzungen, die Kennzeichnung, Vermarktung und Absatzförderung.

Mehr dazu

Die Intergroup of Wine, Natur and Economy hat sich Anfang April dieses Jahres auf Initiative des Burgenlandes konstituiert. Oberstes Ziel ist, die europäische Weinwirtschaft zu stärken und die überregionale Zusammenarbeit zu verfeinern. Bei dem Zusammenschluss der besten Weinregionen Europas hat das Burgenland den ersten Vorsitz inne. Den Co-Part hat die Region Piemont übernommen. Betont wird die enorme Bedeutung des Weins für die regionale Wertschöpfung, den Tourismus und die Lebenskultur in der EU, die mit einem Anteil von 60 Prozent bei Produktion und Export weltweit führend ist.

Förderungen sollen schon bald schneller fließen
„Die meisten Überlegungen der EU-Kommission gehen in die richtige Richtung“, sagte Hergovich. Seine Ansprache mit konkreten Hinweisen auf ein facettenreiches Spektrum an Verbesserungsmöglichkeiten erntete großen Beifall aus den anderen Regionen quer durch Europa. Volle Zustimmung erhielt Hergovich bei einem wichtigen Punkt: die Vereinfachung der Förderungen, um der ausufernden Bürokratie entgegenzuwirken. „Winzer müssen einfacher und schneller Zuschüsse nutzen können“, erklärte er.

Unterstützung von Fraktionen
Weiters soll die von der EU angepeilte Kampagne, die auf die Erschließung neuer Absatzmärkte abzielt, von ursprünglich geplanten drei auf fünf Jahre verlängert werden. Das vorbereitete Maßnahmenpaket setzt ebenso mehr Finanzmittel zur Stärkung des Weintourismus voraus. „Alle Fraktionen unterstützen unsere Marschrichtung“, zeigte sich Hergovich zufrieden. Nach Venedig werden die Themen in der nächsten AdR-Sitzung der Fachkommission für natürliche Ressourcen (NAT) am 2. Juli in Brüssel erneut diskutiert – und abgesegnet, so die klare Erwartung der Weinregionen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Freuen Sie sich auf viele neue Funktionen und noch mehr Möglichkeiten zum Austausch. Mehr Informationen finden Sie hier.

7° / 17°
Symbol einzelne Regenschauer
2° / 16°
Symbol stark bewölkt
4° / 17°
Symbol leichter Regen
3° / 17°
Symbol leichter Regen
4° / 16°
Symbol einzelne Regenschauer

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung